U-Bahn-Zugang am Hardenbergplatz bleibt unbenutzbar

Dauersperrung: Dieser Zugang zur U 2 und U 9 auf dem Hardenbergplatz bleibt verrammelt, bis die BVG eine sichere Ersatztreppe aus Stahl bekommt. (Foto: Schubert)

Charlottenburg. Langzeit-Ärger am Bahnhof Zoo: Seit dem Herbst 2012 versucht die BVG eine Treppe zu erneuern - vergeblich. Aus ein "paar Wochen" ohne den Zugang wurde mehr als ein Jahr.

Eine Pressspanwand mit rot-weißen Baken. Solche Absperrungen sieht man viele in dieser Stadt. Dass auf dem Hardenbergplatz einer der Zugänge zum U-Bahnhof der Linien U 2 und U 9 hinter Bauzäunen verschwunden ist, fällt manchen Pendlern gar nicht mehr auf. Außer denen, die genau diesen gerne nutzen möchten.

Und sie werden weiterhin Umwege gehen müssen. Denn die BVG kann die marode Steintreppe, die hier vor mehr als zwölf Monaten weichen musste, nicht so leicht ersetzen wie erhofft. Ein Provisorium aus Holz hielt im vergangenen Sommer Einzug, blieb aber nur wenige Tage. "Es hat sich herausgestellt, dass diese Holztreppe bei Nässe sehr glatt war. Und als dort Leute ausgerutscht sind, haben wir sie wieder abbauen müssen", erklärt BVG-Sprecher Klaus Wazlak.

Sicherheit ging vor Schnelligkeit. Also kehrten die Presspanplatten und Warnbaken zurück. Und das Loch in den Untergrund klafft bis heute, ohne dass Passanten hinter der Absperrung nennenswerte Bauarbeiten beobachtet hätten. Zeit, in der die BVG den Auftrag für eine Übergangslösung neu ausschrieb. "Wir werden diesmal eine Stahltreppe erhalten. Sie ist derzeit in Produktion und wird voraussichtlich im Februar oder März eingebaut", nennt Wazlak das Ergebnis.

Noch viel länger wird die endgültige Lösung auf sich warten lassen. Frühestens in drei Jahren treten U-Bahn-Passagiere beim Auf- oder Abstieg wieder auf feste Stufen. Dann steht nach Planung der Verkehrsbetriebe eine grundlegende Erneuerung des gesamten U-Bahnhofs Zoologischer Garten ins Haus. "Außerdem überlegt der Bezirk, den Hardenbergplatz umzugestalten", erinnert Wazlak. "Es würde keinen Sinn machen, jetzt schon die endgültige Steintreppe einzubauen, wenn sie wegen neuer Pläne für den Platz vielleicht wieder weg muss."


Thomas Schubert / tsc
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