Spreefüxxe bleiben verlustpunktfrei

Alexandra Sviridenko ist eine von nur noch vier Spielerinnen, die für die Spreefüxxe in der letzten Saison in der 1. Bundesliga gespielt haben. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Sporthalle Charlottenburg |

Charlottenburg. Die Handballerinnen der Füchse Berlin haben das Spitzenspiel der 3. Liga gegen den Tabellendritten MTV Altlandsberg am 5. November mit 25:20 (10:13) für sich entschieden. Damit bleiben die Spreefüxxe auch nach dem siebten Spieltag weiterhin verlustpunktfreier Spitzenreiter.



Knapp 600 Zuschauer hatten die Sporthalle Charlottenburg in einen wahren Hexenkessel verwandelt und erinnerten an gute, noch gar nicht so alte Bundesligazeiten. Dabei erwischten die Gäste, die ohne die ehemaligen Spreefüxxe Bianca Trump und Dagmara Stuparicova die Reise in die Hauptstadt angetreten hatten, den besseren Start: Schnell führten sie mit 2:0 und machten den Berlinerinnen mit ihrer offensiven Abwehr das Leben schwer. Anna Blödorn, Toptorjägerin der Spreefüxxe, wurde in Manndeckung genommen. Auch Spielmacherin Alexandra Sviridenko stand eine offensive Abwehrspielerin der Gäste ständig auf den Füßen. So taten sich die Gastgeberinnen lange Zeit schwer und gingen mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Halbzeit. Es dauerte immerhin bis zur 43. Minute, bevor die Spreefüxxe eine sehr kampfbetonte Partie doch noch in ihre Richtung drehen konnten. Drei schnelle Tore in Folge durch Anna Blödorn, Anna Eber und Jessica Jander sorgten für eine 18:15-Führung, die die Gastgeberinnen letztlich ins Ziel bringen konnten.

„Es war heute ein hart erkämpfter Sieg“, attestierte Coach Christian Schücke. „Basis für den Erfolg war die Abwehrleistung, insbesondere in der zweiten Halbzeit.“ Zwar habe man sich gegen die offensive Abwehr der Gäste und mit zu vielen einfachen Ballverlusten das Leben lange Zeit sehr schwer gemacht. In der entscheidenden Phase des Spiels habe man aber mehr zuzusetzen gehabt und letztlich durch eine geschlossene Mannschaftsleistung verdient gewonnen. Die erfolgreichsten Torschützinnen der Spreefüxxe waren Anna Blödorn mit sechs, Anna Eber mit fünf, Natalie Schwarz mit vier sowie Alexandra Sviridenko und Jessica Jander mit jeweils drei Treffern.

Bei einem Blick auf die Tabelle und in Erinnerung an die tolle Stimmung vom Sonnabend mag manch ein Spreefüxxe-Fan nicht nur ins Schwärmen, sondern vielleicht auch ins Träumen geraten. Vielleicht ist eine sportliche Rückkehr in die 2. Bundesliga schon in dieser Saison möglich. Zur Erinnerung: Erst im Frühjahr hatten die Spreefüxxe aus finanziellen Gründen ihren Rückzug aus der 1. Bundesliga verkündet und nur noch für die 3. Liga gemeldet. Mit Anna Blödorn, Anna Eber und Natalie Schwarz waren zunächst nur drei Spielerinnen aus dem Kader der 1. Bundesliga den Spreefüxxen treu geblieben. Anfang Oktober hatte sich dann auch Alexandra Sviridenko bereiterklärt, die Berliner vorübergehend zu unterstützen, da mit Sophie Mrozinksi und Josephine Dähne kurzfristig zwei Spielerinnen ausgefallen waren. Umso erstaunlicher, dass es sportlich schon wieder richtig gut läuft. Bis Weihnachten stehen noch vier Spiele auf dem Programm. Darunter das Spitzenspiel am 10. Dezember gegen das ebenfalls noch verlustpunktfreie Team der SG 09 Kirchhof. Vielleicht ist man danach schon ein wenig schlauer, wohin in dieser Spielzeit die Reise gehen kann. min
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