Pfähle entstellen den Kläre-Bloch-Platz

Ein Platz zeigt Zähne: Etliche Poller wehren Falschparker ab - ohne Rücksicht auf Ästhetik. (Foto: Schubert)

Charlottenburg. Winterräder aufziehen, Öl wechseln oder falsch parken: Der Kläre-Bloch-Platz wird so sehr vereinnahmt, dass sich der Bezirk nur mit einer massiven Barriere zu helfen wusste. Aber damit sind die Anwohner noch unzufriedener als zuvor.

Die Anziehungskraft auf verzweifelte Parkplatzsuchende - sie war der Verwaltung nicht entgangen. Aber einschreiten wollte sie erst, als teure Granitplatten unter dem Gewicht der Pkw zusammenbrachen. Umso dramatischer wirkt nun aber das Ergebnis der Überlegungen. Der Kläre-Bloch-Platz zeigt stählerne Zähne. Poller zu Hauf. Und aufgebrachte Anwohner, die Politiker fragen, was das soll.

"Es sieht schlicht nicht schön aus", beschwerte sich nun der Grünen-Verordnete Ansgar Gusy im Ausschuss für Straßen. Seine Fraktion möchte den Austausch der Barriere durch eine flexible Zufahrtsperre prüfen lassen. Allerdings sieht Baustadtrat Marc Schulte (SPD) bei versenkbaren Sperren die Gefahr, dass sie aus Bequemlichkeit oder Kalkül dauerhaft unten bleiben. Auf einstimmigen Beschluss wird er mit seinen Experten dennoch eine andere Lösung beraten.

Die simpelste und effektivste Variante ohne "Gefängnisoptik" wäre laut Hans-Joachim Fenske (CDU) die folgende: Entweder gibt man den Platz für gebührenpflichtiges Parken frei - oder man beglückt Falschparker mit dem, was sie verdienen: Knöllchen.


Thomas Schubert / tsc
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