Sinkende Mitgliedszahlen: Kirchengemeinden Zuflucht und Jeremia fusionieren

Das Gotteshaus der Zufluchtgemeinde am Westerwaldplatz wird zum Stadtteilzentrum. (Foto: Andrea Laug)

Falkenhagener Feld. Die zwei Evangelischen Kirchengemeinden „Zuflucht“ und „Jeremia“ sind fusioniert. Die Zufluchtskirche an der Westerwaldstraße wird zum neuen Stadtteilzentrum im Kiez.

Aus den zwei Kirchengemeinden im Falkenhagener Feld ist die Evangelische Zuflucht-und-Jeremia-Kirchengemeinde geworden. Der neue Standort beider Gemeinden soll künftig die Jeremia-Gemeinde in der Siegener Straße 52 sein. Allerdings erst nach dem Umbau des Gotteshauses.

Grund für den Zusammenschluss sind laut Evangelischem Kirchenkreis Spandau sinkende Mitgliedszahlen und Kostengründe. Bereits im Frühjahr hatten sich deshalb die Leitungsgremien der beiden Gemeinden auf eine Fusion geeignet. Räumlich ist diese kein Problem. Denn die Jeremia-Kirche und die Zuflucht-Kirche an der Westerwaldstraße auf der anderen Seite der Falkenseer Chaussee liegen nur 400 Meter voneinander entfernt. Die beiden Gemeindezentren entstanden etwa zeitgleich Anfang der 1960er Jahre mit dem Bau der Großsiedlung und sind dringend sanierungsbedürftig.

Bis 2022 Ausbau zu einem Kiezzentrum

Das Gemeindehaus an der Siegener Straße soll bis zum Jahr 2020 zum neuen Zentrum der fusionierten Gemeinde umgebaut und modernisiert werden. In dieser Zeit dient das Gemeindezentrum an der Westerwaldstraße noch als Heimat der neuen Zuflucht- und Jeremia-Gemeinde. Anschließend wird es bis 2022 zu einem Stadtteilzentrum mit Kita, Cateringküche und Platz für Beratungs- und Freizeitangebote umgebaut. Damit soll im Kiez ein neuer sozialer Treffpunkt vor allem für Erwachsene und Senioren entstehen.

Der Träger steht noch nicht fest. In Abstimmung mit dem Bezirk und der Senatssozialverwaltung wurde aber der Verein Casa mit einer Antragsskizze für das neue Stadtteilzentrum beauftragt. Denn die Kosten für den Umbau in Höhe von etwa vier Millionen Euro will der Bezirk über Fördermittel finanzieren, und die sollen über EFRE, also aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung fließen. uk
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