Nachbarschaft als Halt in der Fremde: Projekt fördert das Miteinander im FF

Projektkoordinatorin Janna Völpel und die Grundrisse ihres Projektes. (Foto: Georg Wolf)
Falkenhagener Feld.

Im Falkenhagener Feld wurde eine neue Flüchtlingsunterkunft eröffnet. Zukünftig werden dort 320 Menschen leben, die aus ihrer Heimat fliehen mussten. Um den Neuen in der Nachbarschaft das Ankommen zu erleichtern, entstand die Idee der Wohngebietspatenschaften für Geflüchtete (woge).

Die Gedanken hinter einer solchen "woge" ist einfach, handelt es sich dabei doch um Basics einer funktionierenden Nachbarschaft: Unterstützung im Alltag, Rückhalt geben, wenn es brennt, gemeinsam Zeit verbringen und einander kennen lernen.

Einen genauen Ablaufplan für eine Patenschaft gibt es nicht. Auch keinen Masterplan. Projektkoordinatorin Janna Völpel beschreibt eine ideale Patenschaft so: "Es muss passen. Nicht nur auf der einheimischen Seite, auch die Flüchtlinge müssen sich mit ihrem Paten anfreunden können. Und wenn alles gut läuft, entstehen eventuell echte Freundschaften. Beispiele hierfür gibt es bereits."

Zwei bis vier Stunden Zeit pro Woche

Wie läuft eine Patenschaft ab? Am Anfang steht das Interesse an einer solchen Tätigkeit. Der Zeitaufwand beträgt, in aller Regel, zwei bis vier Stunden pro Woche. Mehr geht natürlich immer. Haben sich Paare gefunden, gibt es Kennenlerngespräche mit allen Beteiligten, sowie der Projektkoordinatorin. Hieran schließt sich eine vierwöchige Schnupperphase an. Sind beide Seiten zufrieden, wird eine Patenschaftsvereinbarung geschlossen. Aber auch nach Abschluss der Vereinbarung sind die neuen Paare nicht auf sich allein gestellt. Sie werden weiterhin durch die Koordinatorin begleitet. Und im Falle eines Falls kann diese unkompliziert kontaktiert werden. Desweiteren werden Veranstaltungen, Schulungen und monatliche Austauschtreffen für Paten angeboten. Durchführender Träger ist die casablanca – gemeinnützige Gesellschaft für innovative Jugendhilfe und soziale Dienste mbH.gw

Interessenten melden sich bei Janna Völpel unter jvoelpel@g-casablanca.de oder  375 85 02 11 bzw.  0176/ 45 84 03 93.
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