Wie die Schülerin Emily Grabo zum Unesco-Weltkongress kam

Auch ihren Fotoapparat hat Emily Grabo in Japan mit dabei. (Foto: privat)

Friedrichshain. Nervös sei sie nicht, aber gespannt, sagte Emily Grabo vor ihrem Abflug. Verständlich, denn eine Reise nach Japan gibt es auch nicht alle Tage.

Dort nimmt die 18-Jährige aus dem Dathe-Gymnasium bis zum 13. November in der Stadt Nagoya an der Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" der Unesco, der Bildungsorganisation der Vereinten Nationen teil. Und das nicht nur als interessierte Beobachterin, vielmehr hat sie dort auch eine Aufgabe.

Zusammen mit einer Schülerin aus Kanada und einem Schüler aus Lettland soll Emily die Veranstaltung als Reporterin begleiten. Die Texte des Trios werden danach auf der Website der Unesco veröffentlicht.

Aber wie kam es dazu? Im Februar machte Emily bei einem Workshops der Organisation "Junge Reporter für die Umwelt" in Stockholm mit. Dort wurden die Teilnehmer aufgefordert, sich für das Projekt in Japan zu bewerben. Was die angehende Abiturientin machte.

Geholfen hat ihr dabei sicher ihr Engagement im Seminar "Umwelt baut Brücken", das im Dathe-Gymnasium für Schüler der Oberklassen angeboten wird. Sie beschäftigte sich dabei zum Beispiel mit der Geschichte der Niederlausitz, Stichwort Braunkohletagebau, oder mit verfallenen Ruinen. Themen, über die sie dann Berichte schrieb. Gutes Englisch, eine weitere Voraussetzung, konnte sie ebenfalls vorweisen. Auch erworben durch ein Austauschjahr in Cambridge. Denn in dieser Sprache muss sie ihre Kongresstexte abfassen.

Gespannt ist Emily Grabo, was sie in Nagoya konkret erwartet. "Ich weiß nur, dass wir jeden Tag von 9 bis 18 Uhr Programm haben." Bei der Konferenz soll es vor allem darum gehen, wie Bildung weltweit gewährleistet werden kann. Erwartet werden mehr als 1000 Teilnehmer aus über 100 Ländern. Minister ebenso wie Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler und weitere Sachverständige.

Es gibt 34 Workshops und mehr als zwei Dutzend weitere Foren, Gespräche und Sitzungen. Außerdem eine Messe, bei der sich Initiativen präsentieren.

Emily und ihre Kollegen werden bei zahlreichen Veranstaltungen dabei sein. Sie hofft, aber, dass auch noch etwas Zeit bleibt, um die Stadt kennenzulernen. "Immerhin werden wir vor Ort durch sieben japanische Studenten verstärkt. Vielleicht zeigen die uns das eine oder andere."

Trotz dieses Erfolgs als Reporterin denkt Emily eigentlich nicht daran, den Journalismus später zu ihrem Beruf zu machen. Eher liebäugelt sie mit einer Arbeit bei einer Nichtregierungsorganisation. "Ich könnte mir auch vorstellen, Althistorikerin zu werden." Die Antike sei ein weiteres Faible von ihr.

Nach der Rückkehr aus Japan hat die 18-Jährige sicher eine Menge zu erzählen. In der Schule wird es dafür am 25. November sogar eine spezielle Veranstaltung geben. Und bis dahin sind sicher auch Emilys erste Texte online.


Thomas Frey / tf
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