Bezirk sieht sich für Schnee und Eis gut gerüstet

Friedrichshain-Kreuzberg. Am 21. Dezember beginnt laut Kalender der Winter. Und manche hoffen in den Tagen danach auf weiße Weihnachten.

Aber egal, wann wir zum ersten Mal mit Schnee und Eis konfrontiert werden, der Bezirk sieht sich darauf gut vorbereitet. Zumindest was seine eigenen Gebäude und Grundstücke, etwa Schulen und Sportplätze, betrifft.

Für das Beseitigen der Winterpracht sind insgesamt vier Firmen zuständig, die sich auf verschiedene Gebiete in Friedrichshain-Kreuzberg verteilen. Schon seit 2011 ist das so, nachdem der Räumdienst davor in der Hand nur eines Unternehmens lag. Von dieser Generalvergabe verabschiedete sich der Bezirk nach schlechten Erfahrungen beim Kältechaos 2010. "Wir können jetzt schneller reagieren, wenn es an einer Stelle mal Probleme gibt", sagt Wirtschaftsstadtrat Dr. Peter Beckers (SPD).

Der Winterdienst kostet etwa 250 000 Euro pro Jahr. Die exakte Summe richtet sich nach der Anzahl der Tage, an denen geräumt werden muss. Neben den externen Unternehmen sind teilweise auch Mitarbeiter des Bezirksamts, etwa Hausmeister und Platzwarte, für das Beseitigen von Schnee und Eis verantwortlich.

"Ob wirklich alles reibungslos funktioniert, hängt natürlich davon ab, wie kalt es wird und wie lange eine Frostperiode dauert", räumt Beckers ein. Den vergangenen Winter kann er dabei nicht als Vergleich heranziehen. Denn der war ja weitgehend ausgefallen.

Fällt viel Schnee, dann hat Beckers unabhängig vom Räumdienst mindestens ein Sorgenkind: die Sporthalle in der Lobeckstraße. Deren Dach ist nur bedingt belastbar. Aber einer bestimmten Masse weißer Pracht muss die Halle geschlossen werden, was bereits mehrfach passiert ist. Sollte es erneut dazu kommen, dann aber zum letzten Mal. 2015 wird das Dach saniert.

Bei entsprechender Witterung sind natürlich auch die privaten Hauseigentümer gefordert. Sie müssen sicherstellen, dass die Gehwege vor ihren Gebäuden schnee- und eisfrei sind. Machen sie das nicht, gibt es zunächst eine Ermahnung, die bei Nichtbefolgen in einer Ersatzvornahme mündet. Das heißt, das Ordnungsamt sorgt zunächst für das Räumen und stellt die Kosten dem Eigentümer in Rechnung. Im Winter 2013/14 ist das aber kein einziges Mal vorgekommen.


Thomas Frey / tf
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