Stadtmission reagiert auf Schlägerei: Raum-in-Raum-Konzept entwickelt

Berlin: Notunterkunft Mertensstraße |

Hakenfelde. Die Berliner Stadtmission hat auf die Massenschlägerei in der Nacht zum 29. November in der Flüchtlingsnotunterkunft Mertensstraße 63 sofort reagiert.

Wie berichtet, war es in der von der Berliner Stadtmission betriebenen Unterkunft, in der mittlerweile rund 1000 Menschen untergebracht sind, zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen, in deren Verlauf unter anderem Feuerlöscher entleert wurden. Daraufhin flüchtete die Hälfte der Bewohner auf die Straße, aus Furcht, ein Brand sei ausgebrochen.

Schon am 29. November begannen Flüchtlinge und Mitarbeiter gemeinsam mit dem Aufräumen und Instandsetzen. Vertreter der verschiedenen Volksgruppen traten vor die Bewohner und riefen zum Frieden auf. Beteiligte der Auseinandersetzungen entschuldigten sich, anschließend feierte man ein Friedensfest.

Die Berliner Stadtmission will nun strukturell die Lage in der ehemaligen Zigarettenfabrik verbessern. Laut Joachim Lenz, Direktor der Berliner Stadtmission, gibt es inzwischen eine Kalkulation und Pläne für ein „Raum-in-Raum-Konzept“, mit dem mehr Privatsphäre geschaffen und die Situation insgesamt entspannt werden soll. Für ein vergleichbares Konzept in einer Traglufthalle in Moabit hat die Stadtmission gerade den Integrationspreis des Bezirks Mitte gewonnen.

Auch Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) ist überzeugt, dass die Berliner Stadtmission die Probleme im Griff hat: Bei seinem Besuch am Sonntagmittag seien die Konfliktparteien provisorisch getrennt gewesen, und es habe keine sichtbaren Aggressionen gegeben. CS
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