Wiederkehr der Straßenbahn: Erinnerung an die letzte Bahn vor 50 Jahren

Die Straßenbahnen standen, der Bus durfte fahren: Erinnerung an die letzte Fahrt vor 50 Jahren. (Foto: Christian Schindler)

Hakenfelde. Am 30. September machte ein Teil Hakenfeldes eine Zeitreise: Die Straßenbahn-Endschleife an der Niederneuendorfer Allee erwachte zumindest teilweise zu neuem Leben.

Anlass der Zeitreise war ein Ende vor 50 Jahren. Am 2. Oktober 1967 fuhr ein letztes Mal eine Straßenbahn im damaligen West-Berlin. Für die Stadtplaner war die Tram schon damals ein Oldtimer – nicht mehr zeitgemäß, denn sie nahm dem zunehmenden Autoverkehr Platz weg.

Heute ist das anders. Sogar in Spandau wird wieder über eine Straßenbahn gesprochen. Doch am 30. September wurde erst mal alter Zeiten gedacht. Mit Hilfe des Straßenbahnmuseums Schönberger Strand, des Technikmuseums Berlin und engagierter Straßenbahnfreunde fanden zwei originale ehemalige Triebwagen den Weg zu ihrer einstigen Endschleife gegenüber vom Schützenhof.

Aus eigener Kraft reisten sie jedoch nicht. Ein Tieflader brachte sie zu einem eigens für sie gelegten provisorischen Gleis, auf dem sie dann von den Besuchern bewundert werden durften. Ihre historischen Geschwister waren deutlich beweglicher: Fünf Oldtimer-Omnibusse verstärkten die Buslinie 136 zwischen Hakenfelde und Rathaus Spandau.

Einen Tag später „fuhren“ die Triebwagen dann auf ihrer ehemaligen Strecke gen Zoo, allerdings Huckepack auf einem Tieflader. Von richtigen Schienenwegen durften die Straßenbahnfreunde aber immerhin träumen.CS
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