1000 Unterschriften gegen Filialschließung: Politik will weiter kämpfen

Berlin: Postbank Hakenfelde |

Hakenfelde. Wenn die Postbankfiliale an der Cautiusstraße 42 Ende Juni schließt, sollen in der Nähe weiter Postdienstleistungen angeboten und ein Automatenstandort eingerichtet werden. Den Bürgern und der Politik reicht dies jedoch nicht.

Rund 130 Bürger waren am 28. Februar in den Saal der evangelischen Wichern-Kirchengemeinde gekommen, um mit der SPD-Abgeordneten Bettina Domer und dem SPD-Bundestagsabgeordeten Swen Schulz über die Versorgung mit Postdienstleistungen in Hakenfelde zu reden. Wie berichtet, beabsichtigt die Postbank, ihre dortige Filiale zu Ende Juni aufzugeben.

Das hatte schon zum einstimmigen Protest der Bezirksverordneten geführt, und die SPD sammelte Unterschriften dagegen. Knapp 1000 Spandauer wandten sich auf diese Weise gegen die Postpläne.

Es entstehen viele Wohnung Grundzur Schließung gäbe es kaum

Schulz informierte den Vorstand der deutschen Postbank von diesem Protest, und verlangte dabei auch die Rücknahme der Standortschließung. „In Hakenfelde und Gartenfeld entstehen bald 5000 neue Wohnungen. Die Filialschließung ist daher aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu rechtfertigen“, begründet Schulz den Protest. Bettina Domer fordert zudem, dass die Nahversorgung dort sein müsse, wo die Menschen sind: „Eine Zentralisierung belastet gerade ältere Menschen, und ist auch nicht mit der Verkehrsinfrastruktur zu vereinbaren“.

Immerhin zeigte die Postbank erste Reaktionen. In der Nähe der bisherigen Filiale soll ein Kooperationspartner Postdienstleistungen anbieten, und auch einen Automatenstandort soll es geben. Zufrieden sind damit weder Bettina Domer noch Swen Schulz: „Wir werden demnächst die Unterschriften übergeben, und wollen weiter den Erhalt der Filiale erreichen.“ CS
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