Ein Garten zum Arbeiten und Ausruhen

Julia Theuß, Vasil Schultz und Lucas Rex (von links) erhielten für ihre Arbeit Gutscheine für Weihnachtsbäume. (Foto: hari)
Berlin: Caspar-David-Friedrich-Schule |

Hellersdorf. Die Caspar-David-Friedrich-Schule ist auf dem Weg, eine „essbare Schule“ zu werden. Einen Zwischenschritt markierte die Fertigstellung des nahe des Sportplatzes angelegten Gartens.



Gesunde Ernährung ist ein aktuelles Thema. Ganze Städte beschäftigen sich inzwischen damit, wie Andernach, das 2013 eine Bewegung unter dem Namen „Essbare Stadt“ in Gang setzte.

In Anlehnung daran entwickelte die Caspar-David-Friedrich-Schule Anfang des Jahres das Konzept einer „Essbaren Schule“. Dabei geht es darum, von den an der Schule ausgegebenen Mahlzeiten möglichst viel selbst herzustellen und auf diesem Weg bei den Schülern mehr Verständnis dafür zu entwickeln, was Nahrungsmittel sind, wie sie produziert werden und wie mit diesen Produkten umzugehen ist.

Mit dem Anlegen eines kleinen Gartens entlang der Umzäunung des Sportplatzes taten die Schüler im April den ersten Schritt. Es wurden Hochbeete gebaut und bepflanzt. Ende des Sommers wurde erstmals geerntet und die Schüler begannen, den Garten vollständig in Besitz zu nehmen. Sie bauten sich im Herbst Aufenthaltsecken mit Sitzecken und Tischen.

Das geschah in Zusammenarbeit mit der nur wenige Meter entfernt gelegenen Jugendfreizeiteinrichtung Joker. Jugendliche entwarfen und bauten die Möbel aus Materialien Palettenholz unter Anleitung des Künstlers Dirk Krechting. „Das war eine spannende Arbeit, die uns allen viel Spaß gemacht hat“, erklärt dieser.

Anfang Dezember wurde mit einem kleinen Fest Einweihung gefeiert. Bei der Gelegenheit gab es eine Führung durch den Garten und die Besucher konnten bei einem Quiz ihre Kenntnisse zu Pflanzen und Gartenarbeit testen. Jugendliche, die besonders engagiert beim Ausbau waren, erhielt Preise, etwa einen Gutschein für einen Weihnachtsbaum. Neben heißem Tee aus selbst gezogenen Kräutern gab es zum Aufwärmen eine Suppe. Gemüse und Kartoffeln dafür stammten aus den Hochbeeten.

Die Ernste reicht allerdings nicht, um die Schülerküche ganzjährig zu versorgen. Deshalb gibt es inzwischen Kooperationsvereinbarungen mit märkischen Bauern. Sie liefern landwirtschaftliche Produkte, die an der Schule auch verkauft werden. „Wir stärken damit die Landwirte in Brandenburg und schärfen das Verständnis der Schüler für die Zusammenhänge landwirtschaftlicher Produktion“, sagt Paula Vogt vom Verein Förderband, der das Projekt an der Schule umsetzt. hari
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