Vorfälle neu bewertet: Gemeinsame Erklärung von Union und Polizei

Oberschöneweide. Am 30. Januar kam es im Vorfeld eines Benefizspiel zwischen 1. FC Union und SV Austria Salzburg zu Zusammenstößen von Fans mit der Polizei. Letztere hat ihr Vorgehen inzwischen neu bewertet.

Vor allem die Behauptung, rund 250 Fans hätten die Beamten attackiert, wird nicht mehr aufrecht erhalten. Der Verein und die Berliner Polizei haben sich auf eine gemeinsame Erklärung geeinigt, die wir in Auszügen wiedergeben: „Nach Auswertung der nunmehr vorliegenden Informationen und nachträglicher Betrachtung des Videomaterials erreichte der Fanmarsch mit mehreren Hundert Anhängern gegen 16 Uhr das Stadion. Die Einsatzkräfte gingen nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass die Anhänger der Heimmannschaft über den Eingang am Waldweg ins Stadion gelangen würden und wurden von dem Einbiegen des Fanbusses und der Personengruppe in die Einfahrt zum VIP-Parkplatz überrascht.

In der für die Einsatzkräfte unerwartet veränderten Lage gingen diese davon aus, ein ihrer Meinung nach unberechtigtes Eindringen verhindern zu müssen. In dieser Situation kam es seitens einzelner Teilnehmer des Fanmarsches zu vereinzelten Straftaten und seitens der Polizeikräfte zum vereinzelten Einsatz von Reizstoff.

Dank der Fanbetreuer des Vereins, die zwischen Polizei und den nachströmenden Fans vermittelten, konnte die Situation geklärt und beruhigt werden. Die Darstellung, dass 250 Anhänger des Heimvereins die Einsatzkräfte massiv angegriffen hätten, hat sich nicht bestätigt.

Nach intensiver Auswertung der Videoaufzeichnungen des Hauptzuganges sowie der Waldkasse sind sich die Vertreter von Polizei und 1. FC Union Berlin einig, dass es nicht immer wieder zu Flaschenwürfen oder Angriffen auf die Beamten kam. Es wurde festgestellt, dass dort wiedererkannte Tatverdächtige festgenommen wurden und es zu vereinzelten Flaschenwürfen und Rangeleien während der polizeilichen Maßnahmen kam. In den gemeinsamen Erörterungen wurde ebenfalls festgestellt, dass der Kräfteansatz dem Besucheraufkommen des Spiels entsprach.

Polizei Berlin und 1. FC Union haben sich darauf verständigt, künftig noch enger zusammenzuarbeiten und sich frühzeitig, schneller auszutauschen, um missverständliche Darstellungen zu vermeiden." RD
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