Pinselheinrich und der Hauptmann

Wilhelm Voigt als falscher Hauptmann. (Foto: Repro: Drescher)

Köpenick. Vor 110 Jahren wurde Köpenick vor den Toren Berlins berühmt. Am 16. Oktober 1906 gegen 16 Uhr marschierte ein gewisser Wilhelm Voigt mit preußischen Gardisten ins Köpenicker Rathaus ein und arretierte den Bürgermeister.

Der Bezirk schenkt sich selbst zum Jubiläum eine neue Hauptmann-Ausstellung. Die wurde in den letzten Wochen im historischen Kassenraum eingerichtet und nimmt verstärkt Bezug auf das wirkliche Leben des Schuhmachers Wilhelm Voigt. Für die Präsentation wurden historische Dokumente ausgewertet, darunter die Handakte des Cöpenicker Magistrats von 1906. Die offizielle Übergabe der Ausstellung findet am 16. Oktober um 16 Uhr statt. Neben Bürgermeister Oliver Igel ist auch der fast echte Hauptmann alias Jürgen Hilbrecht dabei.

Vorher muss der Hauptmann um 11 Uhr noch seinen Antrittsbesuch bei Heinrich Zille machen. Der zieht nämlich um, beziehungsweise sein Stubentheater. Ab 16. Oktober ist Albrecht Hoffmann alias Pinselheinrich mit seinem “Stubentheater” in der Jägerstraße 4 zu Hause. Künftig ist es aber nicht mehr das kleinste Theater Berlins, in den neuen Räumen ist Platz für 45 Besucher. Gespielt wird unter anderem jeden Mittwoch um 15 Uhr “Zille allein zu Haus” mit Albrecht Hoffmann. Am Eröffnungstag wird von 11 bis 17 Uhr zünftig gefeiert, unter anderem mit Zille-Urenkel Hein-Jörg Preetz-Zille und Berliner Originalen wie Eckensteher Nante und Primelpaula.RD

Die Ausstellung im Rathaus, Alt-Köpenick 21, ist künftig von 8 bis 20 Uhr, am Wochenende von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
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