Im Bezirk wurden im vergangenen Jahr 1781 Drahtesel gestohlen

Der S-Bahnhof Adlershof ist der Bahnhof im Bezirk, an dem die meisten Räder verschwinden. (Foto: Ralf Drescher)

Treptow-Köpenick. Im vorigen Jahr wurden berlinweit 26 500 Fahrräder geklaut. Dabei kam der Bezirk noch relativ glimpflich weg, hier wurden nur 1781 Drahtesel gestohlen.

Die Zahlen wurden jetzt durch die Antwort auf eine Abgeordnetenhausanfrage von Stefan Gelbhaar und Benedikt Lux (Grüne) bekannt. Aufgrund dieser Anfrage hat Innensenator Frank Henkel in der Statistik einzelne Tatorte aufschlüsseln lassen und sogar U- und S-Bahnhöfe als Klauschwerpunkte benannt.

Im Bezirk kamen die meisten Räder im Ortsteil Köpenick weg (406), gefolgt von Friedrichshagen (227) und Alt-Treptow (214). Am sichersten steht ihr Rad in Schmöckwitz, hier wurden drei Räder geklaut, und in Müggelheim, hier waren es sieben. Schwerpunkt des Fahrraddiebstahls sind Bahnhöfe. Hier gibt es oft offizielle Fahrradständer, und die fast den ganzen Tag dort stehenden Räder sind eine regelrechte Auslage für potenzielle Diebe. Die größte Chance, Ihr Rad loszuwerden, haben Sie, wenn sie es am S-Bahnhof Adlershof abstellen. Hier verschwanden im vergangenen Jahr 87 Räder, am S-Bahnhof Treptower Park waren 81 Räder. Die beiden Stationen sind auch beim Gesamtberliner Fahrradklau ganz vorn. Der S-Bahnhof Köpenick kommt mit 54 entwendeten Drahteseln erst auf Platz 8.

"Spitzenreiter" beim Fahrradklau in Berlin insgesamt ist übrigens der Bezirk Pankow. Hier wurden im vergangenen Jahr 3883 Räder gestohlen, allein im Ortsteil Prenzlauer Berg waren es 2122.

Die Chance, sein Rad wiederzubekommen, war 2013 immer noch gering. Nur 4,3 Prozent der Taten wurden aufgeklärt, das betraf rund 1140 Räder.

Deshalb müssen sich Fahrradbesitzer immer erst einmal selbst helfen. Mit einem hochwertigen Fahrradschloss, einem vielleicht nicht ganz so exklusiven Rad für den Alltag und einem persönlichen, in den Rahmen gefrästen Fahrradcode.

Die nächste kostenlose Kodieraktion bietet die Polizei am 3. und 4. Mai im Rahmen des Volksfests "Späth’er Frühling" an, jeweils von 10 bis 18 Uhr am Nebeneingang zur Baumschule am Königsheideweg (gegenüber Hausnummer 9). Mitzubringen sind ein Kaufbeleg, ein Ausweisdokument und bei Minderjährigen die schriftliche Zustimmung der Eltern zur Kodierung.


Ralf Drescher / RD
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