Kurioser Verlauf eines Überfalls

Kreuzberg. Dass ein Räuber Gewissensbisse bekommt, passiert eher selten. Genau das ist geschah aber während eines Überfalls am 10. April.

Der Tatort: ein Geschäft in der Köpenicker Straße. Gegen 6.15 Uhr früh klopfte dort ein Mann an die Tür. Als die Besitzerin einen Spalt geöffnet hatte, wurde sie von dem Unbekannten sofort in den Laden geschoben und in Würgegriff genommen. Bei dem Handgemenge bekam die 33-Jährige außerdem einen Schlag gegen die Nase, die daraufhin zu bluten anfing.

Der Täter verlangte Geld und bekam von seinem Opfer 20 Euro ausgehändigt. Danach muss ihn aber Reue überkommen haben.

Denn er gab der Frau nicht nur die Beute zurück, sondern begann mit ihr zusammen auch das durch die Auseinandersetzung entstandene Chaos im Geschäft zu beseitigen. Außerdem bekam die Ladenbesitzerin ein Taschentuch für ihre blutende Nase sowie eine Zigarette. Und bevor der Mann in Richtung Schlesisches Tor flüchtete, drückte er ihr noch einen Kuss auf die Stirn.

Sein Sinneswandel schützt ihn allerdings nicht vor einer Strafverfolgung. Die Polizei ermittelt gegen den Unbekannten wegen schweren Raubes.


Thomas Frey / tf
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