Vorwurf des mehrfachen Mordversuchs

Kreuzberg. Seit Anfang April waren bei Messerangriffen rund um den Lausitzer Platz und im Wrangelkiez mindestens vier Menschen teilweise lebensgefährlich verletzt worden. Am Abend des 11. April wurde der mutmaßliche Täter geschnappt.

Die Polizei nahm gegen 19.30 Uhr an der Kreuzung Görlitzer- und Skalitzer Straße einen 29-jährigen Mann aus Großbritannien fest. Er war kurz zuvor von einem der Opfer wieder erkannt worden. Der 20-Jährige hielt den Verdächtigen zusammen mit weiteren Passanten bis zum Eintreffen der Beamten fest. Dabei wurden sie mit Pfefferspray besprüht und mit einem Messer bedroht.

Der Angriff auf diesen Mann hatte sich einen Tag zuvor, am 10. April gegen 22.20 Uhr, auf dem Spreewaldplatz ereignet. Er war dort von dem Täter zunächst nach einer Zigarette gefragt worden. Obwohl er die ausgehändigt hatte, wurde der 20-Jährige festgehalten und erlitt eine Schnittverletzung. Kurz nach der Festnahme meldete sich ein Mann, der am 7. April am Lausitzer Platz auf die gleiche Weise von dem Briten attackiert und verletzt worden war.

Zur Last gelegt werden dem 29-Jährigen außerdem zwei schwere Messerattacken, bei denen eine Mordkommission bereits zuvor Ermittlungen wegen versuchter Tötung eingeleitet hatte. Wie berichtet fanden Passanten am frühen Morgen des 4. April in der Wrangelstraße einen Mann auf dem Gehweg. Am Abend des 6. April beobachtete eine Zeugin in den Skalitzer Straße zunächst einen Streit zwischen zwei Personen, in dessen Verlauf einer der beiden zu Boden ging. Beide Opfer mussten mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Ob der Verdächtige darüber hinaus weitere Taten verübt hat ist jetzt ebenfalls Gegenstand weiterer Untersuchungen.


Thomas Frey / tf
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