Grass-Radierungen in der Marheinekhalle zu sehen

"50 Hundejahre" heißt die Ausstellung mit Bildern von Günter Grass in der Markthalle. (Foto: Frey)

Kreuzberg. Bekannt geworden ist Günter Grass als Schriftsteller. Gleichzeitig war der Literatur-Nobelpreisträger aber auch als bildender Künstler tätig.

Zu nahezu allen seinen Büchern hat er einen Bilderzyklus angefertigt. Gleich zweimal sogar für seinen 1963 erschienenen Roman "Hundejahre". Einmal bei dessen Erscheinen und erneut 50 Jahre später im Jahr 2013.

Diese aktuellen Radierungen sind bis 3. Januar auf der Empore der Markthalle am Marheinekeplatz zu sehen. Sie ist Teil eines Ausstellungszyklus der Browse Gallery über die Kreuzberger Bohème. Denn Günter Grass war in den 1960er und 70er Jahren Teil dieser Künstlergruppe.

Persönlich erschienen war der Meister bei der Vernissage der "50 Hundejahre" am 6. Dezember nicht. An seiner Stelle kamen Jörg-Philipp Thomsa, Leiter des Günter-Grass-Hauses in Lübeck und die Kuratorin Viktoria Krason. Zum besseren Verständnis der Bilder bot Viktoria Krason auch einen Schnelldurchlauf der Hundejahre. Die drei Bücher des Romans umfassen einen Zeitraum vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die Zeit des Wirtschaftswunders nach dem zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt des an Figuren, Haupt- und Nebensträngen reichen Werks steht der Halbjude Eduard Amsel und seine sich über alle Zeitläufe erstreckende Beschäftigung mit Vogelscheuchen.

Neben den Radierungen zeigt die Ausstellung auch einige weitere Exponate. Sie sind auf insgesamt drei Schreibtischen drapiert. Neben Schreibmaschinen oder Scripten ist der Schriftsteller dort auch in Tondokumenten zu hören. Er liest aus den Hundejahren.

Geöffnet ist die Ausstellung Montag bis Freitag von 8 bis 20, Sonnabend, 8 bis 18 Uhr.

Thomas Frey / tf
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