Rund 50 Millionen Euro fließen in die Sanierung von Schulen und Sporthallen

An der Paul-Junius-Straße 69 soll der Schulstandort samt Turnhalle saniert werden, damit hier bald wieder unterrichtet, gelernt und Sport gemacht wird. (Foto: Wrobel)

Lichtenberg. In diesem Jahr sollen im Bezirk Sporthallen saniert werden. Fünf davon sind Schulsporthallen. Sie müssen für längere Zeit schließen. "Das wird eine enorme Herausforderung", sagt der zuständige Stadtrat Wilfried Nünthel (CDU).

Betroffen ist die Lew-Tolstoi-Grundschule, deren Halle für 250 000 Euro saniert wird. Auch die der Richard-Wagner-Grundschule ist in diesem Jahr dran: Rund 1,8 Millionen Euro wird die Grundsanierung kosten – auch diese Halle steht dann für den Schulsport für mehrere Monate nicht zur Verfügung. Genauso wird es den Mädchen und Jungen der Friedrichsfelder Grundschule, der Grundschule am Roedernplatz und der Bürgermeister-Ziethen-Grundschule ergehen.

"Lange erwartet wurden die Investitionen in Turnhallen, hier gehen wir nun in großen Schritten voran", sagt Nünthel. Daneben werden noch die Sporthallen in der Wartiner Straße 6 und in der Paul-Junius-Straße 69 saniert – an diesen beiden ehemaligen Schulstandorten soll bald wieder Unterricht stattfinden. Deshalb werden die dazugehörigen Gebäude in die Sanierung mit einbezogen.

Zu wenig Plätze

Die Not an Grundschulplätzen zwingt den Bezirk außerdem zu einer Erweiterung der Lew-Tolstoi-Grundschule. Nicht nur ihre Sporthalle wird saniert, sie erhält in diesem Jahr auch einen Ergänzungsbau für über 200 Schüler und eine zweite Sporthalle mit zwei Feldern. Insgesamt rund 50 Millionen Euro fließen in die Sanierung und Erweiterung von Schulen und Sporthallen.

Dabei ist die Sanierung selbst eine vergleichsweise kleine Herausforderung. Wie der Schulsport für alle Schüler gleichermaßen stattfinden soll, daran zerbrechen sich Mitarbeiter im Schul- und Sportamt derzeit die Köpfe: "Die Beeinträchtigungen für den Schul- und Vereinssport wollen wir auf das Unvermeidliche reduzieren", sagt Nünthel.

Noch nicht zur Verfügung stehen dem Bezirk dabei die Sporthallen an der Darßer Straße und an der Wollenberger Straße. Diese wurden für die Notunterbringung von Flüchtlingen genutzt und sind erst vor wenigen Wochen frei geworden – auch diese Hallen bedürfen einer Überholung. KW
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