Freiwillige Feuerwehr für Einsatz in der Fluthilfe geehrt

Susanne Punzel, Maria Jagnytsch und Antonia Renger von der Freiwilligen Feuerwehr wurden jetzt für ihren Fluthilfe-Einsatz ausgezeichnet. (Foto: Wrobel)

Lichtenberg. Für ihren Einsatz bei der Flutkatastrophe 2013 in Magdeburg und Chemnitz wurden die Frauen und Männer der Berliner Freiwilligen Feuerwehr jetzt mit der so genannten Flutmedaille ausgezeichnet.

Mit rund 500 Einsatzkräften half die Berliner Feuerwehr im Sommer vergangenen Jahres den Menschen in Sachsen und Sachsen-Anhalt, als die Flutkatastrophe über sie hereinbrach. Die meisten Kräfte stellte dabei die Freiwillige Feuerwehr, darunter auch die fünf in Lichtenberg beheimateten Wachen.

"Sie waren zwei Wochen lang im Dauereinsatz und haben nicht nur Deiche gesichert, Menschen in Sicherheit gebracht und die Krisenstäbe vor Ort unterstützt", erzählt Sascha Guzy, Vorsitzender des Landesverbands der Freiwilligen Feuerwehren Berlins. Die Helfer aus der Hauptstadt waren zum Teil in 72-Stunden-Schichten im Einsatz; sie unterstützten dabei auch die Arbeit der Bundeswehr und die des Technischen Hilfswerks. "Wir haben bewiesen: Wenn wir gerufen werden, sind wir zur Stelle", sagt Guzy. Im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus Lichtenberg erhielten am 24. März mehr als 240 Frauen und Männer der Berliner Freiwilligen Feuerwehr die Auszeichnung "Flutmedaille" - unter anderem vom Direktionsleiter für den Bereich Nord der Berliner Feuerwehr Frieder Kircher, dem Staatssekretär für Inneres Bernd Krömer (CDU) und dem Lichtenberger Abgeordneten Danny Freymark (CDU). Staatssekretär Krömer lobte dabei nicht nur das Engagement der freiwilligen Helfer. "Ohne das Verständnis der Familien und der Arbeitgeber wäre der Einsatz nicht möglich gewesen." Nicht immer sei es für die Einsatzkräfte einfach, beim Arbeitgeber eine Freistellung zu bekommen. Der Vorsitzende des Landesverbands der Freiwilligen Feuerwehr nutzte die Gelegenheit, einen Appell an die Politik zu richten. "Ein solcher Einsatz ist ohne Ausbildung, Fahrzeuge und gute Technik nicht möglich. All das kostet Geld", so Sascha Guzy. Denn die Lage bleibe angespannt. "Wir müssen auch in Zukunft mit Hochwassern rechnen."


Karolina Wrobel / KW
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