Lichtenberger Bezirksverwaltung ist trotzdem effektiver als andere

Lichtenberg. Keine andere Bezirksverwaltung in Berlin arbeitet so leistungsstark, wie die Lichtenberger. Das hat die aktuelle Bilanz der jährlichen Kosten-Leistungsrechnung ergeben.

"Wir haben das effektivste Bezirksamt Berlins", sagt Lichtenbergs Bürgermeister Andreas Geisel (SPD). Denn unter allen Berliner Bezirken habe Lichtenberg im vergangenen Jahr das meiste aus dem vom Senat zugewiesenen Haushaltsgeld herausgeholt. Diese so genannte Kosten-Leistungsrechnung ist indes nicht unkompliziert und nicht unumstritten. Zwei Beispiele: Besonders positiv ist die Bilanz im Lichtenberger Sozialamt ausgefallen. Dort haben die Mitarbeiter die Anträge überdurchschnittlich schnell bearbeitet. Das rechnerische Plus im Bereich Schule ergibt sich hingegen schon allein aus den vorteilhaften Grundrissen der Plattenbauschulen, die eine bessere Auslastung haben und dadurch weniger Kosten verursachen, als die alten Bestandsbauten in anderen Bezirken. Deshalb könnte die Bilanz in der Abteilung Schule der Bezirksverwaltung in Zukunft auch ganz anders ausfallen. Denn aufgrund des Familienzuzugs braucht Lichtenberg mehr neue Schulen.

Der positive Effekt der aktuellen Auswertung für den Bezirk: "Wir konnten im vorigen Jahr ein Plus von acht Millionen Euro herausholen", so Geisel. Das ist nicht zuletzt so wichtig, weil die Kosten- und Leistungsrechnung darüber mitentscheidet, wie viel Geld der Bezirk in Zukunft bekommt. Die Bilanz des Jahres 2013 wirkt sich auf die Zuweisungen für 2015 aus. Ob die Lichtenberger Verwaltung ihre Leistungsfähigkeit aber auch angesichts der Personaleinsparungen durchhalten kann, wird sich zeigen. Die Vorgabe: Bis 2020 muss die Verwaltung um etwa 20 Prozent schrumpfen. Im Jahr 2013 schieden allein 112 Mitarbeiter aus Altersgründen aus, nur 93 junge Mitarbeiter wurden eingestellt. Die so genannte Arbeitsverdichtung ist in der Lichtenberger Verwaltung Alltag. Und nicht alle Verwaltungsbereiche bewältigen das geforderte Arbeitsvolumen. Geisel kündigte dennoch an, den eingeschlagenen Sparkurs beizubehalten.


Karolina Wrobel / KW
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