Dresdner Bahn als letztes großes BVV-Thema vor der Sommerpause

Lichtenrade. Unter der Überschrift „Doch noch Licht am Ende des Tunnels?“ kündigt die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) kurz vor der Sommerpause am 19. Juli noch eine Große Anfrage zum Thema Dresdener Bahn an.

Die Sozialdemokraten möchten vor allem wissen, ob und gegebenenfalls welche Möglichkeiten das Bezirksamt noch sieht, „um den Auswirkungen des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. Juni zu begegnen und einer städtebaulichen Teilung des Stadtteils durch die ebenerdige Trassenführung der DB mit meterhohen Schallschutzwänden entgegen zu wirken?“ Denn Auswirkungen dürften die voraussichtlich weit über die Bahngleise hinaus reichenden Bahnpläne allemal haben.

Aber den Fragestellern ist offenbar auch klar, dass der Zug nach Lage der Dinge abgefahren ist und es keinen Tunnelbau geben wird. Schließlich hat die Bahn den Beginn der Arbeiten für die ebenerdige Gleisverlegung noch für dieses Jahr angekündigt.

Deshalb wird auch gefragt, wie denn nun die Chancen stehen, um das „Aktive Zentrum“ Lichtenrade unter diesen Umständen übrhaupt noch zum Erfolg zu führen. Dabei werden insbesondere die Einzelhandelsentwicklung in der westlichen Bahnhofstraße – immerhin die Haupteinkaufsstraße am südlichen Stadtrand – sowie das Projekt Alte Mälzerei in den Fokus gerückt. Den SPD-Bezirksverordneten und Verkehrsexperten Christoph Götz interessiert deshalb auch, „welche Optionen es zur verträglichen Ausgestaltung der geplanten Unterführung und der Lärmschutzwände im Bereich Bahnhofstraße gibt und wie das Bezirksamt die zukünftige Verkehrssituation rund um die Bahnstrecke, insbesondere bei der BVG-Erschließung, sowie die Anfahrten für Rettungsdienste und Feuerwehr beurteilt".

Und weil das alles auch Geld kosten würde und der Bezirk bekanntlich knapp bei Kasse ist, wird schließlich noch gefragt, ob das Land oder der Bund Mittel für zusätzliche Maßnahmen im Zentrum Lichtenrade bereitstellt. Und wenn ja, in welcher Höhe. Und wenn nicht? Antworten auf diese Fragen gibt es in der nächsten Ausgabe der Berliner Woche. HDK
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