Suppenküche Lichtenrade besteht schon fast zehn Jahre

AOK-Manager Marko Bertram überraschte das Suppenküchenteam mit einem 600-Euro-Scheck. (Foto: Thomas Moser)
Berlin: Suppenküche Lichtenrade |

Lichtenrade. Die im April 2005 als Verein gegründete und im September eröffnete Suppenküche Lichtenrade, Finchleystraße 11, besteht in diesem Jahr zehn Jahre. Die Geburtstagsfeierlichkeiten gingen quasi gleich zu Jahresbeginn los.

Im Rahmen des traditionellen Dreikönigssingens waren zuerst die Sternsinger vom Kindermissionswerk zur musikalischen Stippvisite erschienen. Die Kinderschar sang und segnete das Haus und dessen Besucher. Als Honorar bekamen die jungen Sänger eine Suppe. Die Mehrzahl der Kinder kommen von der katholischen Salvator-Gemeinde, einige von der evangelischen Gemeinde Lichtenrade.

Dann überreichte Marko Bertram, Niederlassungsleiter der AOK Nordost der Leiterin der Suppenküche, Alex-Uta Benkel-Abeling, einen symbolischen, über 600 Euro ausgestellten Spendenscheck. Die AOK gibt schon seit Jahren kein Geld mehr für das Verschicken von Weihnachtskarten aus, sondern unterstützt lieber wohltätige Organisationen. Die Mitarbeiter schlagen Vereine oder Institution vor, drei werden berücksichtigt und in diesem Jahr war die Lichtenrader Suppenküche dabei, erklärt Bertram das Prozedere und seine Überzeugung, dass das Geld in der Suppenküche gut angelegt sei. In der Finchleystraße werden schließlich jeden Sonntag Bedürftige beköstigt und erhalten zudem eine Tüte Lebensmittel, die von ehrenamtlichen Helfern die Woche über bei Geschäften eingesammelt werden.

Mittlerweile nehmen durchschnittlich 150 Menschen das Angebot der sozialen und allein durch Spenden finanzierten Suppenküche an. Niemand muss seine Bedürftigkeit nachweisen. Der Verein "Suppenküche Lichtenrade" ist mit seinem kostenfreien Essen- und Lebensmittelangebot im Süden Berlins einmalig. Jeder, der kommt, erhält Hilfe, ohne dass Fragen gestellt werden. "Mit zehn Besuchern fing es vor zehn Jahren an", erinnert sich Alex-Uta Benkel-Abeling. Inzwischen hat sich das Engagement der zurzeit über 50 ehrenamtlichen Helfer bis ins Rathaus Schöneberg herumgesprochen. Jedenfalls wird ihnen am 25. Februar der mit 1000 Euro dotierte Förderpreis des Bezirks Tempelhof-Schöneberg überreicht.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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