Eingangsportal des Lilienthal-Gymnasiums wieder offen

Das Eingangsportal des Lilienthal-Gymnasiums wurde mit großem Aufwand saniert. (Foto: K. Rabe)
Berlin: Lilienthal-Gymnasium |

Lichterfelde. Über zwei Jahre lang konnten die Schüler des Lilienthal-Gymnasiums den Haupteingang ihrer Schule nicht nutzen. Das Portal war baufällig und musste gesperrt werden. Jetzt wurde es nach einer aufwendigen Sanierung wieder freigegeben.



Der neugotische Vorbau am Hauptportal des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem Jahr 1896 musste aufgrund von statischen Mängeln saniert werden. Im Zuge der Sanierung hat er seine ursprüngliche Gestalt wieder erhalten. Das Eingangsportal ist ein herausragendes Beispiel historischer Architektur, das jetzt als solches gesichert ist.

Die einsturzgefährdeten Türmchen wurden behutsam zurückgebaut und wieder aufgebaut. Dabei wurden die alten Materialien verwendet. Die Gesamtkonstruktion ist am Dachstuhl und das Hauptgebäude mit Edelstahlankern befestigt, um die Standsicherheit langfristig zu gewährleisten. Ebenso wurden die Sandsteinbekrönungen an den Säulen ausgebessert und fehlende nach historischem Vorbild angefertigt. Die Bodenbeläge sind neu aufgebaut und abgedichtet worden.

Bei der Sanierung wurden nur Materialien nach historischem Vorbild verwendet, um den Zustand aus der Entstehungszeit zu rekonstruieren. Dabei nahm die ausführende Firma historische Fotos zur Hilfe und orientierte sich außerdem an vergleichbaren, erhaltenen Bauwerken.

Das Podest und die Stufen des Portals schmücken nun bauzeitliche Fliesenmuster und Granit. Die historischen Geländer und Türen wurden sorgfältig aufgearbeitet und die ursprünglichen Farbtöne ermittelt.

Ende Juni wurde das wiederhergestellte Hauptportal feierlich freigegeben. Die Gesamtkosten betrugen rund 280 000 Euro. Bauherr war das Bezirksamt. KaR
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