Neue Gedenkstele: Erinnerung an Völkermord

Berlin: Rassenhygienische und Erbbiologische Forschungsstelle |

Dahlem. Unter den Eichen 82-84 soll eine neue Erinnerungsstele errichtet werden. Das haben die Bezirksverordneten in ihrer Sitzung am 17. Mai beschlossen.

Auf dem Gelände befand sich ab 1935die „Rassenhygienische und Erbbiologische Forschungsstelle“ (RHF) als Abteilung des dortigen Reichsgesundheitsamts. Die Aufgabe dieser Einrichtung war die vollständige Erfassung und Klassifizierung der Sinti und Roma in Deutschland auf der Basis der Nürnberger Rassegesetze von 1935, auch Blutschutzgesetze genannt. Die Mitarbeiter waren somit maßgeblich an der Vorbereitung der Deportationen und des planmäßigen NS-Völkermords an den Sinti und Roma beteiligt.

Das Gebäude, in dem sich die „Forschungsstelle“ befand, existiert nicht mehr. Daher soll an der Straßenfront eine Stele – analog zu der Stele am Oskar-Helene-Heim – über den Ort, seine Geschichte, die Opfer und die Täter informieren. Laut Beschluss soll das Bezirksamt die Stele in Absprache mit dem Landesverband Berlin-Brandenburg der Deutschen Sinti und Roma gestalten. KaR
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.