Die Künstlerin Birgit Schöne engagiert sich auf vielfältige Weise

Eine goldene Krone aus Pappe gehört zur Ausstattung des neuen Märchenzimmers im Kunsthaus Flora. Birgit Schöne entwarf das Zimmer und gestaltete es aus. (Foto: hari)

Mahlsdorf. Birgit Schöne hat die Innenräume des Kunsthauses Flora neu gestaltet. Das Haus wird dadurch erst richtig nutzbar und ansehnlich.

Birgit Schöne arbeitete in den zurückliegenden Wochen an vielen Orten im Bezirk. Im Garten der Begegnung bemalte sie ein Holzhaus, das ab Oktober ein "Grünes Klassenzimmer" sein wird. Vor der Musikschule "Hans Werner Henze" baute sie eine Bank aus Beton, die noch einen farbigen Anstrich erhält. Ihr wichtigstes und langwierigstes Sommerprojekt war jedoch die Ausgestaltung der Innenräume im Kunsthaus Flora in der Florastraße 113.

Der Verein "Agrarbörse Deutschland-Ost" betreibt das Haus und will es zu einem kulturellen Zentrum für den ganzen Ortsteil machen. Bisher kaum oder gar nicht genutzte Räume, vor allem in der ersten Etage, sollten nutzbar gemacht werden. Anfang des Sommers machte sich Birgit Schöne an die Arbeit. Von Anfang an band sie Kinder aus Mahlsdorf in die Neugestaltung der Räume mit ein. Sie entwarfen

Unter Anleitung von Birgit Schöne entwarfen die Kinder Skizzen von Märchenfiguren wie Rapunzel und bastelten Puppen aus Papier. Die Künstlerin wählte einige Skizzen aus und malte sie auf die Wände im neu entstandenen "Studio", einem Multifunktionsraum. Die Bastelarbeiten schmücken die Regale. Der größte Raum in der ersten Etage des Kunsthauses steht für kreatives Arbeiten zur Verfügung. Hier bietet das Kunsthaus aber auch Yoga an. Eine Ecke füllt die kleine Bühne aus, die entrümpelt und frisch gestrichen für Kinderinszenierungen zur Verfügung steht. Das neue "Märchenzimmer" in der Ecke am Treppenaufgang lädt Kinder zum Stöbern und Verweilen ein, um Märchen zu lesen oder zu hören.

Birgit Schöne ist ein Multitalent. Sie lernte Tischlerin und studierte an der Kunsthochschule in Weißensee Bühnenbild. Sie arbeitet während der zurückliegenden Jahrzehnte an vielen Bühnen in Deutschland als Bühnenbildnerin. Als Künstlerin profilierte sie sich vor allem mit popartigen Großplastiken. "Die Arbeit mit Kindern macht mir einfach Spaß", sagt sie.

Ab Montag, 20. September, ruht Schönes Arbeit im Bezirk für fünf Wochen. Sie fliegt nach Brasilien. Dort gestaltet sie im Auftrag des Goethe-Instituts in Sao Paulo einen Theaterbau für Kinder und Jugendliche.


Harald Ritter / hari
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