Parkverbot für Fußballfans?

Bei Heimspielen von Eintracht Mahlsdorf ist nicht nur der Parkplatz vor dem Stadion voll besetzt. Oft wird auch die Straße Am Rosenhag geparkt. (Foto: hari)
Berlin: Sportplatz Am Rosenhag |

Mahlsdorf. Wenn die Fußballer des BSV Eintracht auf dem Sportplatz „Am Rosenhag“ kicken, reichen die Parkplätze meist nicht. Die SPD schlägt daher ein Parkverbot in der Straße Am Rosenhag vor.

Das Parkverbot soll in der Straße Am Rosenhag zwischen der Hönower Straße und der Kieler Straße gelten, weil dieser Straßenabschnitt bei gut besuchten Spielen komplett zugeparkt ist. Das stört manchen Anwohner. Die SPD-Fraktion fordert gleichzeitig, dass das Bezirksamt auch einen Parkplatz für die Besucher der Sportveranstaltungen baut. Auf der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Ende September wurde eine Abstimmung vertagt.

Der Sportplatz des BSV Eintracht ist mit Bus und Bahn schwer zu erreichen. „Bei einem Parkverbot würde sich das Parken nur weiter in anliegende Straßen verlagern“, sagt Thomas Loest, 1. Vorsitzender des Vereins. Auch ihm sei bekannt, dass die parkenden Autos besonders an den Wochenenden einige Anwohner stören. Die Zahl der Beschwerden sei indes übersichtlich. Allerdings hatte sich auch die Besitzerin des an das Gelände angrenzenden Grundstücks über das Parken der Fans beschwert und sich beim Verein in der Vergangenheit beschwert.

Vor dem Stadioneingang gibt es derzeit einen kleinen Parkplatz mit rund 30 Stellplätzen. „Das sind natürlich viel zu wenig“, erklärt Loest. Auch bei einer Erweiterung der Parkfläche würden die Stellplätze kaum ausreichen. Das Bezirksamt schlägt vor, den Zaun zum Vereinsgelände und zu einem angrenzenden Grundstück zu versetzen und die Parkfläche um etwa 20 Plätze erweitern. Planungen existieren bereits.

Bei der Prüfung der Bauplanungen stellte sich im übrigen heraus, dass diese ins Auge gefasste Fläche ohnehin öffentliches Straßenland ist. Beide Parteien müssten diese Flächen abgeben und ihre Zäune versetzen.

„Darüber sind wir uns mit den Anliegern vom Grundsatz her einig“, erklärt Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung. Die Erweiterung des Parkplatzes sei bisher daran gescheitert, dass es noch keine Voraussetzung für eine vernünftige Regenentwässerung gab. Inzwischen seien Anschlüsse in der Hönower Straße verlegt. „Ich gehe davon aus, dass der Parkplatz im kommenden Jahr erweitert und neu angelegt werden kann“, sagt Gräff. hari
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