Das Bezirksmuseum kann Dauerausstellung komplett zeigen

Dorothee Ifland, Leiterin des Bezirksmuseums, vor einem Aufsteller zur Geschichte der Industrie in Marzahn. (Foto: hari)

Marzahn. Der Umbau der ehemaligen Lüdecke-Bibliothek ist endlich abgeschlossen. Das Gebäude dient jetzt als Außenstelle des Bezirksmuseums.

Mit der Eröffnung des Obergeschosses am Freitag, 28. November, kann erstmals die Ausstellung zur Bezirksgeschichte komplett gezeigt werden. Außerdem gibt es auf der Etage nun auch offiziell zwei Räume für die museumspädagogische Arbeit.

Das Bezirksmuseum in Alt-Marzahn besteht aus den wenige Meter voneinander entfernt gelegenen Häusern I und II. Mit der alten Dorfschule und der erst in den 80er-Jahren zu einer Bibliothek umgebauten Scheune ergänzen sich die Häuser zu einem einzigartigen kulturhistorischen Ensemble. In der Dorfschule werden wechselnde, größere Ausstellungen gezeigt. Die Lüdecke-Bibliothek bleibt der Dauerausstellung zur Geschichte des Bezirks vorbehalten, die in der ersten Etage um wechselnde kleinere Ausstellungen ergänzt werden kann.

Der Weg dahin war steinig und dauerte lange. Das Bezirksamt entschloss sich 2008, die jahrelang leer stehende Lüdecke-Bibliothek für das Bezirksmuseum auszubauen. Das Museum in der alten Dorfschule litt unter Platzmangel.

Das neue Haus sollte auch Behinderten zugänglich sein. Mit dem Einbau eines Fahrstuhls erlosch aber der Bestandsschutz, sodass es brandschutztechnisch aufzurüsten war. Der Umbau musste über mehrere Jahre erfolgen, weil das Geld nicht auf einmal zur Verfügung stand. 2012 konnte das Erdgeschoss mit einem Teil der Dauerausstellung in Betrieb genommen werden. Erst im Sommer dieses Jahres lag die letzte Genehmigung vor, um auch das Dachgeschoss nutzen zu können.

Die Museumsleitung hat die Zeit genutzt, den dritten Teil der Ausstellung zur Bezirksgeschichte zu überarbeiten und an das neu entstandene Gesamtgefüge anzupassen. Dieser Teil umfasst die Geschichte von der Entstehung der Großsiedlung bis zur Wende. Die alte Ausstellung wurde um Stücke etwa zum Runden Tisch während des Aufbruchs in der DDR ergänzt. Daneben ist im Dachgeschoss noch genug Platz, um eine Ausstellung mit Fotos von Jürgen Nagel zu zeigen. Der Fotograf und Autor, der Anfang der 1980er Jahre in Marzahn lebte, dokumentierte die Jahre des Baus der Großsiedlung Marzahn.


Harald Ritter / hari
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