"Indielux" bereitet Großproduktion von Solarmodulen vor

Marcus Vietzke und Mathias Helfert stellen derzeit noch Solaranlagen für Balkone im CleanTech Innovation Center in Einzelfertigung her. (Foto: hari)

Marzahn. Im neuen CleanTech Innovation Center hat sich ein erstes junges Unternehmen niedergelassen. Es beschäftigt sich mit der Gewinnung von Solarstrom an Balkonen.

Das CleanTech Innovation Center (CIC) ist eine Art "Startrampe" für junge Unternehmen. Es wurde im September in den GSG-Gewerbehöfen in der Wolfener Straße eröffnet. Junge Unternehmen haben hier günstige Bedingungen, um sich zu entwickeln. Als erstes Jungunternehmen hat sich "Indielux" eingemietet. Die GmbH befindet sich noch in Gründung. Die Gesellschaft hat ein System zur Gewinnung von Solarstrom an Balkonen entwickelt.

Es handelt sich um eine Aufhängung, mit der handelsübliche Solarmodule an Balkonbrüstungen befestigt werden können. "Dadurch wird es jedem Haushalt möglich sein, Sonnenenergie zu nutzen", sagt Marcus Vietzke (35). Er hat Umwelttechnik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) studiert. Von ihm stammt die Idee für das Produkt.

Zweiter Gesellschafter ist Mathias Helfert (50). Er hat erste Erfahrungen als Unternehmer bei der Gründung der "Blutwurstmanufaktur" in Neukölln gesammelt, einem Fleischwarengeschäft. Mit Indielux will er den Fuß in den Markt für Solartechnik setzen. "Bisher war Solarstrom hauptsächlich was für Hausbesitzer und Vermieter, wir bieten eine Lösung auch für Mieter an", erläutert er.

Eine Pilotanlage läuft auf dem Balkon eines Hauses in Spandau. Gegenwärtig arbeiten die beiden Unternehmer an der Finanzierung für die Großproduktion.

Die Module in der Größe von einem Meter mal 1,60 Meter passen auf jeden Balkon. Eine Anlage kann maximal 240 Watt leisten. Damit ließe sich im Durchschnitt ein Zehntel des Stromverbrauchs eines Haushalts abdecken.

In der zum Center gehörenden Werkstatt können Vietzke und Helfert einzelne Anlagen zusammenbauen und für die Installation vorrichten. "Wenn alles klappt, können wir vielleicht in einem oder einem halben Jahr von der GSG größere Räume mieten und Arbeitskräfte einstellen", erklärt Helfert.

Das CIC ist ein gemeinsames Projekt der GSG und der Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes. Auf einer Fläche von rund 10 000 Quadratmetern erhalten junge Unternehmen günstige Mietverträge und Unterstützung bei der Vorbereitung ihrer Produkte für den Markt.


Harald Ritter / hari
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