Airbags allein bieten wenig Schutz

Bei einem Unfall knallen Insassen gegen Armaturen - allerdings nur, wenn sie nicht angeschnallt sind, wie ADAC-Crashtests zeigen. (Foto: ADAC/Axel Griesch)

Trotz Airbags: Gurte sind zum Schutz von Autofahrern unverzichtbar. Das haben Crashtests des ADAC gezeigt.

"Nur der zusätzliche Anschnallgurt verhindert, dass Fahrer und Beifahrer nicht gegen Armaturen und die Windschutzscheibe geschleudert werden", betonte Sprecher Christian Buric. Zumal die Luftsäcke bei einem Aufprall mit vergleichsweise geringem Tempo bis 30 Kilometer pro Stunde (km/h) oft gar nicht auslösten. "Unangeschnallten Fahrzeuginsassen drohen bereits bei einem Crash mit Tempo 30 schlimme Verletzungen an Kopf, Hals und Oberkörper", warnte Buric.Laut dem ADAC war jeder Fünfte der tödlich verunglückten Autoinsassen im Jahr 2011 nicht angeschnallt. Mit Gurt hätte nach Einschätzung des Clubs der Großteil überlebt. Immerhin seien 98 Prozent der Autofahrer in Deutschland keine Gurtmuffel. Einen Aufprall mit sogar über 60 km/h können angeschnallte Fahrer und Beifahrer in modernen Pkw nahezu unverletzt überstehen, folgerte Buric aus den Versuchen.


dpa-Magazin / mag
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