Check für Mensch und Maschine stehen auf dem Plan

Sicher durch den Frühling: Das Fahren auf kurvigen Straßen sollten Motorradfahrer nach langen Pausen lieber üben. (Foto: Matthias Schrader)

Auspacken, aufsteigen, losfahren? Ganz so leicht ist der Start in die Motorradsaison leider nicht. Vor der ersten Spritztour steht zunächst ein gründlicher Check an - und zwar für Fahrer und Maschine. Die Techniküberprüfung beginnt bei den Betriebsflüssigkeiten: Motoröl, Bremsflüssigkeit, Kühlmittel und auch das Kardanöl sollten nicht zu alt sein und die Füllstände stimmen, rät der ADAC.

Anschließend kann die Fahrzeugbatterie wieder angeklemmt werden. Der Münchener Autoclub rät, den Akku vorher komplett aufzuladen. Läuft der Motor, sollte die elektrische Anlage getestet werden. Funktionieren Scheinwerfer, Rückleuchte und Blinker, Hupe und Bremslicht? Auch die üblichen Sicherheitssysteme müssen einwandfrei arbeiten, betonen die Experten vom Institut für Zweiradsicherheit (ifz) in Essen: Beim Betätigen des Kill-Schalters am Lenker müsse der Motor sofort absterben, ebenso beim Einlegen eines Gangs, solange der Seitenständer ausgeklappt ist.Danach folgt die Inspektion der Mechanik: Bei Bedarf die Kette spannen und fetten und den Luftfilter reinigen, heißt es in der Frühjahrs-Checkliste des ifz. Die Bowdenzüge, zum Beispiel am Gasgriff, müssen leichtgängig sein. Die Räder müssen sich leicht drehen lassen, wobei es keine Schleifgeräusche geben darf. Ganz wichtig: Druckpunkt und Wirkung der Bremsen sowie den Zustand der Bremsbeläge kontrollieren.

Vom Reifenprofil sollten aus der vorherigen Saison mindestens noch zwei Millimeter übrig sein, erklärt der ADAC. Die ifz-Experten raten zudem, die Gummis gründlich nach Rissen und Beulen abzusuchen, die sich in der Fahrpause gebildet haben könnten - vor allem dann, wenn die Maschine nicht zur Entlastung von Reifen und Fahrwerk aufgebockt war. Der Reifendruck muss natürlich auch kontrolliert werden. Wenn die Pneus über den Winter ein wenig Luft verloren haben, ist das ganz normal.

Die monatelange Fahrpause kann nicht nur der Maschine schaden, sondern auch dem Menschen: Das Gefühl für Fahrmanöver, die in der vergangenen Saison Routine waren, ist womöglich verblasst, gibt die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) zu bedenken. Wie fit sie noch sind, finden Biker bei Übungen auf einem leeren Parkplatz heraus - oder besser noch bei einem Fahrsicherheitstraining unter professioneller Anleitung. Wer auf eigene Faust trainieren will, packt am besten ein paar leere Plastikflaschen zum Slalomfahren ein.


dpa-Magazin / mag
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