Reboard-Kindersitze sind eine gute Wahl

In sogenannten Reboardern sind Kleinkinder vor allem bei Frontalunfällen besser geschützt. (Foto: ADAC)

Rückwärtsgerichtete Kindersitze bieten bei vielen Unfällen den besseren Schutz. Sie werden von Experten aber nicht uneingeschränkt empfohlen.

Zwar hätten die sogenannten Reboarder bei einem Frontalaufprall prinzipiell Vorteile, sagt Andreas Ratzek, der für den ADAC die Kindersitz-Tests koordiniert: "Bei einem Unfall wird das Kind in den Sitz gedrückt, und die Kräfte verteilen sich besser." Doch beim Seitenaufprall - gegenüber dem Frontalcrash die seltenere, aber oft folgenschwerere Unfallart - böten die Reboarder kein nennenswertes Sicherheits-Plus. Zugleich ist die Montage eines Reboarders oft kompliziert. Dies steigert das Risiko, dabei Fehler zu machen. "Ein schlecht befestigter Sitz ist immer die schlechtere Wahl", sagt Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer beim GDV. Eine allgemeine Altersempfehlung abzugeben, ist den Experten nach eher schwer. Wie lange ein Kind am besten rückwärts unterwegs ist, hänge etwa von der Körpergröße ab. Auch sollte abgeklärt werden, ob dem Kind übel wird, nennt Brockmann ein weiteres Kriterium.


dpa-Magazin / mag
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