Die richtige Matratze dank kompetenter Beratung finden

Das Probeliegen gehört mit dazu: Ein guter Berater und genügend Zeit sind beim Matratzenkauf wichtig. (Foto: imm cologne)

Ein Matratzenkauf ist immer ein Wagnis. Das Angebot ist riesig - wie darunter die richtige Unterlage für einen erholsamen Schlaf finden? Unbedingt probeliegen, heißt die Antwort der Experten. Eine Garantie für guten Schlaf gibt es aber nicht.

Um einen Fehlkauf zu vermeiden, gilt: Einen kompetenten Fachberater hinzuziehen - und nicht nur mal kurz auf die Matratze hopsen. Mindestens eine halbe Stunde sollte für das Probeliegen im Geschäft schon eingeplant werden, empfiehlt Reimund Heym von der Landesgewerbeanstalt in Nürnberg.Gut liegen kann man dann, wenn die Wirbelsäule gerade ist, Hüfte und Schulter aber trotzdem so einsinken, dass jeder Punkt des Körpers optimal gestützt wird. Und da wird es schwierig: Da man hinten keine Augen hat, muss das der Fachberater prüfen, rät Ulrich Leifeld, Geschäftsführer des Fachverbands der Matratzen-Industrie in Essen. Gibt der sein O.K., kommt es auf das eigene Wohlbefinden an. Mancher bettet sich lieber hart, der andere eher weich. Wichtig ist, dass sich zum Beispiel im Schlaf mühelos umgedreht werden kann.

Kommt noch die Frage der Materialwahl: Ob Schaum, Federkern oder Latex - nicht jedes Material ist für jeden Schläfer geeignet. Schaum ist heute so hochwertig, dass er oft für eine optimale Körperanpassung sorgt. Menschen, die stark schwitzen, sind aber unter Umständen mit Federkern besser bedient. Denn der schafft eine bessere Durchlüftung. Und sehr große und schwere Leute fühlen sich eventuell auf Latex besonders wohl - weil sie damit eine sehr stabile Matratze bekommen, die schnell in ihre Ursprungsform zurückkehrt.

Drum prüfe, wer sich lange bindet - diese Weisheit sollte auch für den Bezug gelten. Am besten nicht nur anschauen, sondern auch anfassen. Denn der Bezug, im Fachjargon Drell genannt, sollte möglichst elastisch sein. Sinnvoll ist außerdem ein Baum- oder Schafwollebezug. Denn diese Materialien transportieren den Schweiß schneller ab. Völlig zweitrangig ist nach Meinung von Experten dagegen die Optik, über die einige Hersteller neuerdings zu punkten versuchen. Schicke Grautöne oder hübsche rote Steppungen sollen den Kunden zum Kauf verlocken. Tatsache ist, dass später sowieso ein Laken darüber kommt.

Wie viel ein Käufer für eine gute Matratze ausgeben muss, lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn allein über den Preis definiert sich die Qualität der Matratze nicht. Von Billigschnäppchen sollte der Kunde aber die Finger lassen, rät Leifeld.


dpa-Magazin / mag
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