Mobile Zäune kosten zu jeder Großveranstaltung 100.000 Euro

Berlin. Ob Fanmeile, Sportevents oder Silvesterparty: Aus Sicherheitsgründen werden rund um den Tiergarten immer wieder mobile Bauzäune aufgebaut. Sie verhindern, dass zu viele Menschen auf die Veranstaltungsfläche gelangen.

Mehr als 100.000 Euro kostet der Aufbau jedes Mal. Carsten Spallek (CDU), Baustadtrat in Mitte, kämpft deshalb für einen festen Zaun rund um den östlichen Tiergarten zwischen Potsdamer Platz und John-Foster-Dulles-Allee. Doch die Berliner SPD ist dagegen und hat sich auf ihrem jüngsten Landesparteitag klar von den Plänen abgegrenzt. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hält sich mit ihrer Position noch zurück, doch die Zeit für eine Entscheidung drängt. Schon im Juni 2014 beginnt die Fußball-WM und dass es wieder eine Fanmeile gibt, ist sicher.

"Wir brauchen einen festen Zaun", fordert deshalb Harald Büttner, Leiter des Tiefbauamts Mitte. Für ihn gibt es keine Alternative zu einer dauerhaften Einzäunung des Großen Tiergartens. "Es geht um Sicherheit und da sind keine Kompromisse möglich", sagt Büttner. Dem Argument der SPD, dass der Tiergarten als Naherholungsgebiet gefährdet wäre, wenn ringsum ein Zaun verläuft, hält er entgegen, dass die meisten Parks in Berlin eingezäunt sind. Auch den Vorschlag, statt einer festen Umzäunung eine klappbare oder versenkbare Variante zu wählen, lehnt er ab. Die seien viel unsicherer und würden enorme Kosten nach sich ziehen - seinen Berechnungen zufolge für einen versenkbaren Zaun über 15 Millionen Euro. Der feste Stahlzaun kostet nur 3,25 Millionen Euro und wäre zudem wartungsärmer.

Doch der würde den Zugang zum Tiergarten für alle Berliner und Gäste eben nur noch über bestimmte Eingänge möglich machen.


Jana Tashina Wörrle / jtw
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