Nüsse bereichern jeden Speiseplan

Haselnüsse bestehen zu fast 40 Prozent aus Eiweiß - das ist wichtig für den Muskelaufbau. (Foto: Franziska Koark)

Nüsse verfeinern Kuchen und geben dem morgendlichen Müsli seinen Biss. Sie schmecken nicht nur gut, sie sind auch sehr gesund - trotz ihres hohen Fettgehalts.

Der Fettgehalt von Nüssen liege je nach Sorte zwischen 40 und 70 Prozent, sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. 100 Gramm hätten im Schnitt etwa 600 Kilokalorien - fast eine Hauptmahlzeit.Allerdings: "Sie haben eine gute Fettsäurezusammensetzung, denn sie enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren", erklärt Gahl. Diese gelten als die "gesunden" und sollen in Maßen auch Herzerkrankungen vorbeugen. Ernährungsexperten empfehlen eine Portion Nüsse pro Tag, das ist in etwa eine Handvoll.

Nüsse enthalten auch Eiweiß, Kohlenhydrate und Ballaststoffe sowie Kalium, Natrium, Magnesium, Phosphor, Mineralstoffe und Vitamine - vor allem B-Vitamine und Vitamin E. In Maßen genossen bereichern Nüsse den Speiseplan als wertvolle Nährstofflieferanten, wie Harald Seitz vom Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn betont.

Geknackte Nüsse wie Haselnüsse müssen kühl und dunkel lagern. "Macht man das nicht, werden Fettsäuren durch den Sauerstoff abgebaut", sagt Carola Nitsch vom Gartenbauzentrum Bayern Mitte. Das verändere den Geschmack und die Qualität. Am besten werden sie mit der Schale gelagert. Wer schon geknackte Nüsse gekauft und die Packung nicht auf einmal aufgebraucht hat, sollte sie dicht verschließen und in die Gefriertruhe legen.

Auch Walnüsse können mal ins Gefrierfach wandern - allerdings aus einem anderen Grund. Die Kälte könne helfen, wenn die Nüsse schwierig zu knacken sind, sagt Seitz. Nach einer Stunde verändere sich die Struktur der Schale, und danach lasse sich fast jede Nuss öffnen.

Paranüsse erinnern viele Menschen an Orangenspalten, zumindest ihre Form. "Ähnlich wie bei einer Orange sitzen 10 bis 20 Nüsse fächerförmig in den Früchten", erklärt Seitz. Die Kerne schmecken etwas erdig und passen besonders in Nussbrote oder Salate. Auch Cashewnüsse sind beliebt. Diese Nüsse sind meist ohne ihre feste ledrige Schale als nierenförmige helle Kerne erhältlich.

Bei den Mandeln schließlich unterscheidet man süße von bitteren. "Die bitteren werden zur Herstellung von Aromastoffen verwendet, dürfen aber nicht roh verzehrt werden, da sie eine gesundheitsschädigende Vorstufe der Blausäure enthalten", warnt Seitz. Das ist bei süßen Mandeln anders. Sie können roh oder geröstet, unbehandelt oder gesalzen gegessen werden.


dpa-Magazin / mag
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