Warum golfen viele Zahnärzte?

  Vor knapp zwei Jahren begegnete ich das erste Mal Herrn Dr. Goldin. Eigentlich lautet seine korrekte fachliche Bezeichnung „Dr. med. dent.“, doch wie mir schnell klar wurde, legt Herr Goldin darauf in seinem privaten Umfeld und auch meist in seiner täglichen Arbeit kaum bis keinen Wert. „Der Mensch steht mit seinen Bedürfnissen im Vordergrund, nicht ich mit meinen Titeln“, so Dr. Goldin.

Er lebt und führt seine Praxis, seinen Beruf und seinen Umgang mit Patienten mit Leidenschaft. Keine überschweifend gestylten Behandlungsräume, keine auffälligen Stil-Design Arrangements. Seine Praxis und seine Arbeit fokussiert sich auf das, was aus seiner Sicht wichtig ist und durch viele Patientengespräche bestätigt wird: Achtsamkeit, absolute Professionalität ohne wenn und aber, Diagnose und Behandlung ohne Schnörkel. Bestmögliche Entspannung.

Jeder Besuch bei ihm ist auch immer verbunden mit einer kleinen Geschichte. Ob diese nun vom Patienten kommt oder vom Zahnarzt selbst. Auch die (alltäglichen) Sorgen und Nöte der Patienten nimmt er sehr ernst und bindet diese menschlich, medizinisch und fachlich geschickt in seine Behandlung ein.

Von Flatscreens und Zahnarztangst

Und sogar ich, der aufgrund eines kindlichen Traumas immer noch wie viele Menschen Angst, Herausforderung oder feuchte Hände beim anstehenden Zahnarztbesuch hat, entspannt sich seltsamer jedoch erfreulicherweise innerhalb von wenigen Momenten. Das kann natürlich auch zudem daran liegen, das die überdimensionalen Flatscreens an den Decken der Praxisräume Filme von solch beruhigender Art zeigen, das man am liebsten noch zu einem Wein und einem Schnittchen greifen möchte. Doch selbst wenn man diese Dinge in diesen Momenten zur Hand hätte, wie sollte man diese zu sich nehmen....?

Dieses ganze Ambiente macht seine Arbeit und seine Art mit dem Umgang von Patienten aus.

Kennengelernt haben wir uns das erste Mal (Klischee-Anfang) auf dem Golfplatz.
Wie sieht so ein Zahnarzt auf dem Golfplatz aus? Was für eine Frage? Hat tatsächlich jemand gedacht, Zahnärzte spielen auf dem Platz ganz in Weiß?
Und jetzt ehrlich: War ihr erster Gedanke, genau dieser? Ich bin mir sicher, dass zumindest jeder Dritte sofort ein solches oder ähnliches Bild vor Augen hat.
Zumindest wenn ich meiner privaten Umfrage bei Kollegen oder Freunden trauen darf.

„Ich spiele Golf, weil es mir einen angenehmen und tollen Ausgleich zu meinem beruflichen als auch privaten Alltag bietet“, so Goldin. „Auf dem Platz spielt es keine Rolle, welchen Beruf du hast oder ob die Wurzelspitzenresektion gestern gut verlaufen ist.“ so der Doktor. Hier zählen nur Spaß, die Natur, die Ruhe und das Erfrischungsgetränk nach der Runde.

Gott und die Golfwelt

Und so erinnere ich mich an unsere erste gemeinsame Spielzeit. Es war ein sonniger Tag. Blauer Himmel. Kaum ein Luftzug. Perfektes Golfwetter. Ich hielt es 16 Löcher durch, ihm beruflich keinerlei Fragen zu stellen und wir plauderten über Gott und die Golf-Welt.
Und dann wollten die Frage doch beantwortet werden, ich konnte mich nicht mehr zurückhalten.
An die knappe jedoch auf ihn und seine Profession passende Antwort auf meine neugierigen Fragen zu seiner Praxis: „Ich bin sehr gerne für dich da, wenn du meine Expertise in Anspruch nehmen möchtest.“ Auf dem Golfplatz spielen wir eben Golf.
Hier ist der Beruf oder die Arbeit (meist) außen vor. Und trotz dieser Aussage kann ich bestätigen, dass ich auf dem Golfplatz bereits Geschäftsdeals abgeschlossen habe. (Klischee-Ende)

Demut und Geduld

Von diesem Moment an wurde mir natürlich klar, das es nicht (nur) das Golfen ist. Jede Art von Sport wird von Zahnärzten ausgeführt. Golf ist jedoch in seiner Komplexität, seiner Art, seiner Ehrfurcht und Demut und technischen Raffinnesse ein Sport, der den alltäglichen Behandlungen zugute kommt. Warum ist das so?
Golf benötigt Geduld, Verständnis für den (eigenen) Körper, seiner Möglichkeiten, Achtsamkeit vor dem was man sich zumuten kann und möchte. Die komplexen Spielmöglichkeiten auf einem schier unglaublichen Terrain und überdimensionalen Spielwiese.

Alle diese Gegebenheiten erlebt und lebt Dr. med. dent. Goldin jeden Tag in seiner Praxis. Mit viel Leidenschaft. Mit Mitarbeitern, die fast alle von seiner ersten Behandlung an immer noch Teil eines sehr zuvorkommenden, authentischen und professionellen Teams sind, bei dem man sich gut aufgehoben und verstanden fühlt.
Mit allen Facetten, Erlebnissen und Geschichten die man als Patient mit in seine Zahnarztpraxis bringt.

Und mehr braucht man dem Thema „Golf und Zahnarzt“ eigentlich auch nicht zu widmen. Oder denken Sie immer noch an den im weißen Polo-Shirt und Kittel über den Golfplatz schwebenden Zahnarzt, der spielerisch mit Mundschutz seine Bälle ins Loch befördert?

Ja. Ich schon. Dieses Bild beruhigt und belustigt zugleich. Und genauso könnten sie auch als Patient aus seiner Praxis kommen.
Das kann ich ihnen nicht versprechen. Doch die Chancen dafür, stehen ziemlich gut.

Wer sich selbst ein Bild der Praxis und des Team machen möchte: Zahnarzt Dr. Goldin in Lichterfelde
2
Diesen Autoren gefällt das:
1 Kommentar
6
Thorsten Ruh aus Heiligensee | 07.07.2017 | 11:15  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.