Wie hoch ist die Witwenrente?

Norbert Heydorns Hobby hilft vielen Verbrauchern. (Foto: Umsorgt wohnen)

Für Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften ist es wichtig zu wissen, wie sich nach dem Tod des Partners die Witwenrente berechnet.

Wenn der Ehemann allein für die Familie gesorgt hat, die Ehefrau weder eigenes Einkommen noch eigene Rente bezieht, ist die Rechnung ganz einfach. Ein Zahlenbeispiel: Der verstorbene Ehemann hatte eine Rente in Höhe von 1400 Euro monatlich. Sofern das Paar vor dem 1. Januar 2002 geheiratet hat, werden 60 Prozent Witwenrente gezahlt. Bei Ehepaaren, die danach geheiratet haben, sind es 55 Prozent. Danach erhält die Witwe 840 beziehungsweise 770 Euro monatlich. Wer also noch nicht so lange verheiratet ist, muss sich auf eine um fünf Prozent gekürzte Hinterbliebenenrente einstellen.Sofern der Hinterbliebene über eigene Einkünfte (Arbeitseinkommen, Vermögen oder Renten) verfügt, wird die Witwenrente gekürzt. Zahlenbeispiel: Rita und Willi sind seit 1978 verheiratet. Willi bekommt 1400 Euro monatliche Rente. Nach Willis Tod würde Rita eine Witwenrente, so wie oben vorgerechnet, erhalten. Diese wird jedoch gekürzt, weil sie eine eigene Rente in Höhe von 960 Euro (brutto) bekommt. In den alten Bundesländern wird darauf ein Freibetrag (718,08 Euro) anerkannt. Von den über dem Freibetrag liegenden 241,92 Euro werden 40 Prozent (also 96,77 Euro) von der Witwenrente abgezogen. Damit erhält Rita eine gekürzte Witwenrente in Höhe von 743,23 Euro (840 - 96,77). Dasselbe Zahlenbeispiel in den neuen Bundesländern: Hier fällt der Freibetrag mit 637,03 Euro geringer aus. Damit ergäbe sich eine Witwenrente in Höhe von 710,81 Euro.

Eigene Rente…960,00 Euro

Freibetrag Ost… - 637,03 Euro

Differenzbetrag…322,97 Euro

davon 40 Prozent

Kürzungsbeitrag…129,19 Euro

Zweite Rente…1400 Euro

davon 60 Prozent

Witwenrente…840 Euro

Kürzungsbeitrag…129,19 Euro

Die gekürzte Witwenrente beträgt somit 710,81 Euro.

Der Mann am Rechner

Mitte der Achtziger Jahre, als die ersten Computer in die Wohnzimmer einzogen, suchte Norbert Heydorn ein Programm zur Berechnung von Steuern. Doch es gab nichts Passendes. Also programmierte sich der heute 64-Jährige diesen Rechner dann schließlich auf MS-DOS selbst. Aus diesem Anfang wurde eine Passion und es entstanden viele weitere Rechner. "Ich brauchte auch einen Rechner für die Hausfinanzierung", erklärt der ehemalige Nachrichtentechniker. Inzwischen ist er in Rente und war vorher in Altersteilzeit, wofür es selbstredend auch Rechner auf seiner Homepage gibt. Neben dem Witwenrentenrechner gibt es inzwischen 59 weitere Programme aus vielen Finanzbereichen. Von Autofinanzierung über Erbschaftssteuer bis zum Sparplan - alle diese Rechner sind frei im Internet zugänglich, ohne Kosten für die Nutzer.

Die Rechner sind im Internet unter www.n-heydorn.de zu finden.

Annemarie Soltenberg / as, fp
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden