Mitte ist ein einziger Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt ist die Nobelvariante. (Foto: Philipp Dubrau)

Mitte. Berlin ist die Hauptstadt der Weihnachtsbuden. Die meisten stehen in Mitte. Von Rummellärm und Adrenalinkicks bis Handwerkskunst und Weihnachtsmusik - ein Weihnachtsmarkt-Überblick.

Im Friedrichstadtpalast läuft die Winter-Weihnachtsshow "Berlin erleuchtet", und auch draußen tauchen Millionen Lampen die Stadt in ein vorweihnachtliches Lichtermeer. Nirgendwo gibt es mehr Weihnachtsmärkte als im Citybezirk, überall blinkt, duftet und lärmt es. Von sinnlich-romantisch bis zum Rummelhorror ist alles dabei. Am Alex gibt es gleich drei Weihnachtsmärkte: der Markt direkt auf dem Alexanderplatz vor dem Kaufhof, der zwischen Rotem Rathaus und Marienkirche und der sogenannte Wintertraum an der Jannowitzbrücke hinter dem Alexa. Letzterer ist mit seinem heulenden "Vodoo Jumper", Achterbahn, Riesenrad und anderen Fahrgeschäften eher ein Albtraum für all jene, die sich vom extremen Licht- und Lärmpegel bedroht fühlen. Den Rummelkrach hinterm Alexa gibts dort allerdings zum letzten Mal. Die Freifläche wird nächstes Jahr bebaut.

Besinnlicher gehts vor dem Roten Rathaus zu. Hier baut Hans-Dieter Laubinger wieder seine Altberliner Kulissenstadt mit Marktgassen auf. "Berliner Weihnachtszeit" heißt dieser Budenparcours mit Riesenrad, Streichelzoo, Karussells und einer Eisbahn rund um den Neptunbrunnen.

Schon zum 22. Mal findet der Nostalgische Weihnachtsmarkt am Opernpalais statt. Die 150 Marktstände mit Kunsthandwerk sowie nostalgischen Fahrgeschäfte stehen wegen der Baustelle Unter den Linden wieder auf der privaten Grünfläche am Schinkelplatz hinter der Alten Kommandantur.

Wenige Meter weiter südwestlich steht auf dem Gendarmenmarkt eine weiße Zeltstadt mit alter Handwerkskunst, Feinschmecker-Gastronomie und täglichem Bühnenprogramm. Der "Weihnachtszauber Gendarmenmarkt" ist die Nobelvariante der Budenkonkurrenz und der einzige Markt, für den man einen Euro Eintritt bezahlen muss. Weihnachtszauber-Chef Helmut Russ spendet jedes Jahr einen Teil seiner Einnahmen für wohltätige Zwecke. Hier findet auch wieder eine große Silvesterfeier statt.

Sportlich, mit Skihütten-Atmosphäre und Après-Ski-Party, geht es in der Winterwelt am Potsdamer Platz zu. Hier gibt es einen Rodelberg und eine Eisbahn. Im Sony-Center gegenüber lassen 100 000 Lichter den Platz erstrahlen.

Der Umweltweihnachtsmarkt findet wieder an den vier Adventswochenenden in der Sophienstraße statt. Händler und Ökoorganisationen präsentieren Naturwaren, Inkakunst und andere internationale Ökoprodukte. Exklusive Geschenkideen von Designern und Künstlern gibt es beim "Weihnachtsrodeo", diesmal im leerstehenden Kaufhaus Jandorf am Weinbergspark.

In Wedding gibt es am 1. und 8. Dezember zum vierten Mal auf dem Leopoldplatz einen Weihnachtsmarkt mit Bühnenprogramm, Kunsthandwerkern und sozialen Einrichtungen.

Alle Informationen zu den Weihnachtsmärkten in Berlin gibt es unter www.weihnachteninberlin.de.

Dirk Jericho / DJ
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