Gemeinsam gegen den Kopfschmerz: Charité und AOK Nordost kooperieren

Berlin: Kopfschmerzambulanz der Charité |

Mitte. Die Versorgung von Kopfschmerz- und Migränepatienten soll besser werden. Die AOK Nordost und die Kopfschmerzambulanz der Charité haben dazu „einen für die Region einmaligen Kooperationsvertrag geschlossen“, teilte die Charite mit.

Etwa 70 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden innerhalb eines Jahres unter Kopfschmerz. Drei Prozent quälen sich mit schweren chronischen Kopfschmerzen herum. Mit dem jetzt geschlossenen Versorgungsvertrag „KopfschmerzSPEZIAL“ wird die Diagnostik von chronischen Kopfschmerz- und Migränepatienten innerhalb der Kopfschmerzambulanz der Charité strukturierter, heißt es. Die Schmerzexperten erstellen eine abgestimmte Medikamententherapie, leiten begleitende Maßnahmen wie Verhaltens- oder Bewegungstherapien ein und beraten die Betroffenen beim täglichen Umgang mit ihrer Krankheit. „In der Kopfschmerzambulanz erhalten die Betroffenen die bestmögliche Diagnostik und eine individuell maßgeschneiderte Therapie aus einer Hand“, sagt Privatdozent Uwe Reuter, Leiter der Kopfschmerzambulanz.

Die Kopfschmerzambulanz kooperiert mit Fachärzten wie Neurologen oder Schmerztherapeuten in Berlin und Brandenburg, an die die Patienten zur ambulanten Nachbetreuung überwiesen werden. Die Experten der Ambulanz kümmern sich für die Patienten um die Terminkoordination und sorgen für die Weiterbehandlung durch die Teilnahme aller Beteiligten an Konsilien und Fallkonferenzen. Die Versicherten können sich in regelmäßigen Abständen erneut in der Kopfschmerzambulanz vorstellen.

Durch die Kooperation mit der AOK kann die Versorgung ambulant und stationär verzahnt werden. Dies würde die Behandlungsqualität von Kopfschmerz- und Migränepatienten nachhaltig verbessern und sei für die Menschen in der Region ein Mehr an Lebensqualität, betonte Privatdozent Joachim Seybold, Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Charité. Die AOK will die „Erfahrungen aus dem Programm KopfschmerzSPEZIAL zukünftig nutzen, um flächendeckend regional abgestimmte Behandlungspfade aufzubauen“, so AOK-Geschäftsführer Harald Möhlmann. DJ
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