Kunstfestival "48-Stunden-Neukölln" vom 14. bis 16. Juni

Neukölln. Zum 15. Mal laden die 48-Stunden-Neukölln zu insgesamt 405 Kunstveranstaltungen an 250 Standorten in Nord-Neukölln ein. Das Thema "Perspektivwechsel" bezieht zum ersten Mal auch ältere Besucher in vielfältige, neue und experimentelle Kunstformen mit ein.

Zum 15. Mal organisiert der Verein Kulturnetzwerk Neukölln e. V. dieses stadtweit beachtete Event in Nord-Neukölln, das unter dem Motto "Perspektivwechsel" mit einigen Neuerungen aufwartet: Zunächst einmal nennen sich die 48-Stunden-Neukölln seit diesem Jahr erstmalig nicht mehr Kunst- und Kulturfestival, sondern "Das Kunstfestival". "Wir wollen die Kraft des Festivals bündeln, es stärker als bisher auf den Inhalt fokussieren und auf den Standort Neukölln", erklärt Festivalleiter Dr. Martin Steffens. Das Motto des Festivals ist erstmals verpflichtend und jedes Kunstprojekt, das hier teilnimmt, muss neu sein.So gibt es dieses Jahr ausschließlich Neues und das Kulturnetzwerk wählte von 450 Bewerbungen am Ende 405 Kunstprojekte aus. Neben Lesungen, Filmvorführungen und offenen Ateliers sowie Galerien, die Ausstellungen und Installationen zeigen, erhalten Besucher Einblicke in fremde Milieus an ungewöhnlichen Orten. Dazu zählt der ehemalige Heldenfriedhof der Nationalsozialisten in der Lilienthalstraße, der - schon langer Zeit ungenutzt - seit vergangenem Jahr von einem polnischen Kulturverein bespielt wird. Mit Mitteln der Kunst will das Festival auf diesen Ort und seine Geschichte aufmerksam machen, den selbst Kenner der NS-Zeit kaum kennen.

Unter anderem wird es hier eine Performance mit Videofilmen zum Thema "Vergangenheit" in Interaktion mit "entarteter Musik" eines Blechbläser-Ensembles geben. Auch ein Dokumentar-Film mit Diskussion unter dem Titel "Forgiving Dr. Mengele" wird hier gezeigt sowie ein Video über die Hintergründe des Friedhofs.

Besondere Projektreihen sind außerdem die Veranstaltungsreihe "Labor: Urbanes Altern", die sich mit künstlerischen Mitteln der Bevölkerungsgruppe über 60 Jahren widmet sowie das Projekt "Kunst und Kult - Stimmen der Religionen", in dem sich fünf Künstler mit fünf großen Religionsgemeinschaften in Neukölln auseinandersetzen.

Das gesamte Programm gibt es an allen Infopunkten und unter www.48-stunden-neukoelln.de.

Sylvia Baumeister / SB
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