Mieter zündete Einrichtung an

Neukölln. Ein Mann hat in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar Einrichtungsgegenstände seiner Wohnung in der Sonnenallee in Brand gesetzt.

Eine Anwohnerin bemerkte gegen Mitternacht den Brandgeruch und lokalisierte die Wohnung ihres 50 Jahre alten Nachbarn. Nachdem dieser ihr geöffnet hatte, erkannte die Frau in der Wohnung Qualm. Da der Mann einen verwirrten Eindruck machte und die Tür wieder schloss, alarmierte die 21-Jährige Polizei und Feuerwehr. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten brennende Dielen sowie einen Tisch. In der Wohnung entdeckten sie mehrere Sprenggranaten, von denen zwei scharf waren. Daraufhin wurden Teile des Wohnhauses geräumt und die Mieter in einem Bus der Verkehrsbetriebe untergebracht. Zudem wurde die Sonnenallee in Richtung Baumschulenweg für den Verkehr gesperrt.

Kriminaltechniker des Landeskriminalamtes transportierten die aufgefundenen Kriegswaffen zum Sprengplatz Grunewald. Gegen 4.15 Uhr konnten die Mieter wieder in ihre Wohnungen, die Straßensperrung wurde aufgehoben. Der 50-Jährige wurde festgenommen und kam in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses. Die Polizisten leiteten Ermittlungsverfahren wegen schwerer Brandstiftung und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ein.


Sandra Schork / san
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