Antrag zur Schnelllerner-Klasse behandelt Ausschuss erst nach den Ferien

Berlin: Rosa-Luxemburg-Gymnasium |

Pankow. Zu Beginn des neuen Schuljahres wird es keine dritte Schnelllerner-Klasse am Rosa-Luxemburg-Gymnasium geben. Auf der jüngsten Sitzung hatte die CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) den Antrag gestellt, neben den beiden bereits genehmigten Schnelllerner-Klassen noch eine zusätzliche Klasse für besonders begabte Schüler einzurichten.

Dafür sollte sich das Bezirksamt bei der Senatsbildungsverwaltung einsetzen. Die Mehrheit der Verordneten entschied aber, diesen Antrag in den Schulausschuss zu überweisen. Dieser tagt das nächste Mal erst nach Beginn des neuen Schuljahres. Zu spät, um noch für das kommende Schuljahr reagieren zu können.

Die Schnelllerner-Klassen wurden für besonders begabte Schüler eingerichtet. Diese wechseln nach der vierten Klasse bereits ans Gymnasium. Zuvor müssen sie einen speziellen Eignungstest bestehen. Für ganz Berlin genehmigte der Senat 14 derartige Klassen an sieben Gymnasien. Zwei davon am Rosa-Luxemburg-Gymnasium. Dort gibt es von Jahr zu Jahr mehr Bewerber. Für das kommende Schuljahr waren es 150. Viele von ihnen erreichten beim Eignungstest die volle Punktzahl. 30 Schüler - also eine ganze Klasse - wurden trotzdem vom Gymnasium abgelehnt, weil zu wenige Plätze vorhanden sind. Allerdings gibt es nicht an allen sieben Gymnasien ausreichend Bewerber. So kommen für 2014/2015 zwei der 14 Schnelllerner-Klassen nicht zustande. Deshalb schlugen die Pankower vor, eine zusätzliche Klasse am Rosa-Luxemburg-Gymnasium aufzumachen.

Doch das möchte die Senatsverwaltung nicht. Sie will die Struktur mit zwei Klassen pro Gymnasium beibehalten und empfiehlt den Eltern, ihre Kinder nach Neukölln oder Wedding zu schicken. Die Eltern empfinden das als eine Zumutung. Man könne zehnjährige Kinder nicht jeden Tag durch die ganze Stadt zum Unterricht schicken. Die Eltern gründeten die Initiative "Bildung nach Bedarf". In den zurückliegenden Wochen versuchten sie, die Senatsverwaltung umzustimmen. Doch diese blieb bei ihrem Standpunkt. So hofften die Eltern auf Unterstützung aus der BVV. Dass die Verordneten sich nicht mehr vor den Ferien zu einer Entscheidung durchringen konnten, empört sie.


Bernd Wähner / BW
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