Turbulente Verfolgung nach zwei Unfällen

Prenzlauer Berg. Die Polizei ermittelt gegen einen Mann, der in Verdacht steht, am 26. Januar gleich zwei Verkehrsunfälle verursacht zu haben. Passanten beobachteten zunächst gegen 1.30 Uhr, wie der Mann mit einem Skoda in der Michelangelostraße in eine Baustelle fuhr. Beim Zurücksetzen rammte er ein geparktes Auto. Er besah sich kurz den Schaden und fuhr dann einfach weiter.

Alarmierte Polizisten entdeckten den Autofahrer auf der Greifswalder Straße. Sie stellten sich ihm mit einem Gruppenwagen entgegen. Der Flüchtende drehte sein Fahrzeug rasant und fuhr in entgegengesetzter Richtung weiter.

Die Polizisten nahmen die Suche nach ihm auf. Da meldete ein Anwohner der Sültstraße über den Polizeinotruf 110, dass er gerade einen Verkehrsunfall beobachtete. Am Unfallort entdeckten die Polizisten einen beschädigten Saab, nicht aber den Wagen des Unfallverursachers. Doch dann meldete sich gegen 3.20 Uhr der Pförtner eines Wohnheims in der Storkower Straße. Er habe einen Skoda mit laufendem Motor und eingeschalteten Scheibenwischern entdeckt. Vom Fahrer fehle jede Spur.

Die Polizei ermittelte daraufhin den Fahrzeugbesitzer und suchte ihn umgehend in der Meyerheimstraße auf. Der 48 Jahre alte Mann erklärte, ihm sei sein Auto gestohlen worden und er wolle den Diebstahl anzeigen. Er verstrickte sich aber derart in Widersprüche, dass die Polizei ihn als Tatverdächtigen in die Gefangenensammelstelle mitnahm. Eine Alkoholmessung ergab zwar einen Wert von null Promille, jedoch erklärte der Mann, dass er regelmäßig Cannabis konsumiere. Den Skoda-Fahrer erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Verkehrsunfallflucht, Fahrens unter Drogeneinfluss und Vortäuschens einer Straftat.


Bernd Wähner / BW
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