Ein Haus der Kunst: Kulturzentrum Danziger 50 feiert zehnten Geburtstag

Barbara Schwarz und Claus Utikal in der Galerie unter der Treppe. In dieser sind zurzeit Siebdrucke von Jens-Uwe Clauß zu sehen. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Kulturzentrum Danziger 50 |

Prenzlauer Berg. Seit zehn Jahren betreibt der Kulturverein Prenzlauer Berg das frühere Lehrerwohnhaus in der Danziger Straße 50 als Kulturzentrum. Mit neuen Ideen und Projekten startet das Team des Hauses in sein elftes Jahr.

Eine dieser Ideen ist der Kunststammtisch. „Wir möchten mit diesem Musiker, Schauspieler und Tänzer aus dem Bezirk zusammenbringen“, sagt Barbara Schwarz, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit des Hauses kümmert. „Zum einen hoffen wir, dass noch mehr Künstler auf unser Haus und dessen Möglichkeiten aufmerksam werden. Zum anderen wünschen wir uns, dass das eine oder andere neue Projekt entsteht, dass im Haus umgesetzt werden kann.“ Der erste Kunststammtisch findet am 18. November um 20 Uhr statt.

Das Kulturzentrum wollte von Anfang an ein Haus sein, in dem Künstler aller Genres ihre Ideen umsetzen und ihre Kunst präsentieren können. Mit Unterstützung des Landes Berlin war die Danziger Straße 50 seinerzeit vom Kulturverein Prenzlauer Berg ausgebaut worden. Einen Namen machte sich die Danziger 50 in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Konzerten, Aufführungen freier Theatergruppen, Lesungen und Performance.

Einer, der das Haus von Anfang an für Vorträge und auch seine schauspielerische Leidenschaft nutzt, ist Claus Utikal. Er ist Vorstandsmitglied des Kulturvereins Prenzlauer Berg. „Als das Haus 2006 in Betrieb ging, machten wir hier sofort Angebote“, erinnert sich der Journalist. „Manches wurde sehr gut angenommen, anderes fand leider nicht so viel Publikum. Ich kam und komme aber immer gern zu Veranstaltungen ins Haus, denn ich nehme stets etwas für mich persönlich mit.“

Claus Utikal hat bereits etliche Vorträge über Künstler der Zeitgeschichte im Kulturzentrum gehalten. Aber er machte auch in der hauseigenen Theatergruppe „Kulturschlund“ mit. „Da bin ich auf den Geschmack gekommen, etwas Eigenes auf der Bühne zu präsentieren“, sagt er. Derzeit probt er an seinem ersten Ein-Mann-Stück „Wandgespräche mit Claus Utikal“. Mit dieser Vorstellung wird er am 13. Januar erstmals sein Publikum überraschen. Die Theatergruppe „Kulturschlund“ ist indes bereits am 26. November um 20 Uhr das nächste Mal im Haus zu erleben. Sie zeigt dann ihr neues Stück „Mauern“, das sie als „szenische Lesung mit Live-Konzert“ umschreibt.

Neben den Veranstaltungen ist das Haus vor allem Treffpunkt für Kunst- und Kulturprojekte. „Wir haben hier einen regen Kursbetrieb“, sagt Barbara Schwarz. Die Bandbreite reicht von inklusiven Theater- sowie Trommelkursen, die der Verein Berliner Starthilfe anbietet, über Akt-Malkurse bis hin zu Kursen, die die Schauspielschule für Kinder- und Jugendliche TASK organisiert. Weiterhin trifft sich wöchentlich die Gruppe „Jung und abstinent in Berlin“, in der abstinente junge Leute mit Interesse an Theater und Kultur zusammenkommen.

Eng arbeitet der Kulturverein mit der Schule im Hof an der Danziger Straße 50 zusammen. „Hier bieten Mitglieder unseres Vereins zum Beispiel Theater- und Tanzkurse an“, so Schwarz. Mit der Schule möchte der Kulturverein auch langfristig kooperieren. Denn das frühere Lehrerhaus wird er nicht ewig nutzen können. Der Mietvertrag mit dem Bezirksamt läuft noch fünf Jahre. Dann wird voraussichtlich die Schule das Vorderhaus benötigen. BW

Weitere Informationen gibt es bei Barbara Schwarz unter  34 62 35 39 sowie auf www.kvpb.de.
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