Neue Schauspielschule an der Oderberger Straße

Auf dem Balkon der Starter Schauspielschule: Yuri Gárate, einer der Dozenten, Gründerin Christine Knauff und Jung-Schauspieler Florian Sumerauer. Foto: BW
Berlin: Starter Schauspielschule |

Prenzlauer Berg. Sie macht junge Leute fit für eine Karriere als Filmschauspieler: Die Starter-Schauspielschule in der Oderberger Straße ist mitten im Kreativ-Kiez zu Hause.

Auf der Oderberger Straße pulsiert das Leben. Stühle und Bänke in Cafés und Kneipen sind meist besetzt. In den vielen kleinen Läden und Boutiquen findet man in der Regel Selbstentworfenes oder Accessoires aus längst vergangenen Zeiten. Hier spürt man richtig kreative Atmosphäre. Die Straße ist wohl auch deshalb genau der richtige Ort, für eine Film- und Fernseh-Schauspielschule.

Im Vorderhaus an der Oderberger Straße 22 richtete Christine Knauff diese mit einem Team engagierter Mitstreiter ein. Die studierte Kulturwissenschaftlerin hatte lange Zeit am Theater gearbeitet. "Ich interessierte mich aber immer schon sehr für die Schauspielerei", berichtet sie.

Gemeinsam mit dem Schauspieler Mathias Riedel entwickelte sie deshalb ein Konzept für eine Schauspielschule, die sich von anderen unterscheide soll. "Bei uns findet keine Theaterausbildung, sondern zwei Jahre lang eine konzentrierte spezielle Ausbildung für Film und Fernsehen statt", erklärt Christine Knauff.

Viele junge Leute, die sich zu Theaterschauspielern ausbilden lassen, denken: Im Anschluss reicht noch ein kurzes Kamera-Training, und dann kann ich auch Filme drehen. Sie machen dann häufig schmerzvolle Erfahrungen und scheitern. Deshalb möchte das Team der Schauspielschule jungen Berufsstartern eine Plattform bieten, sich intensiv auf das Drehen von Filmen vorzubereiten.

Eine Reihe von erfahrenen Schauspielern und Dozenten bereitet junge Leute ab 16 Jahre in einer Vollzeit-Ausbildung auf die Schauspielerei vor der Kamera vor. "Wir vermitteln den Schauspiel-Schülern auch, wie sie ihren Alltag organisieren sollten", berichtet Dozent Yuri Gárate. Ein Großteil des Arbeitstags besteht nämlich darin, sich um neue Rollen zu kümmern, Texte zu lernen, an Castings teilzunehmen. Viele müssen außerdem noch einem anderen Job nachgehen, weil sie allein von der Schauspielerei nicht leben können.

Die Starter Schauspielschule steht den jungen Schauspielern am Beginn ihrer Karriere mit viel Wissen und Erfahrung zur Seite. Die Dozenten vermitteln nicht nur eine Facette der Filmschauspielerei, sondern einen ganzen Fächer von unterschiedlichen Richtungen. Außerdem unterstützten sie ihre Schüler bei der Vorbereitung auf Castings.

"So bekommen die Schüler von uns ein ordentliches Paket an Input, mit dem sie auf die Schauspielerei vorbereitet werden", so Christine Knauff. "Auch wenn sie die Ausbildung beendet haben, stehen wir ihnen immer noch mit unserem Rat zur Seite."

Dass die spezielle Film-Ausbildung sehr viel bringt, kann Florian Sumerauer bestätigen. Der junge Mann hat nach seiner Ausbildung an der Oderberger Straße 22 bereits in mehreren Filmen mitgespielt, wie zum Beispiel "The Key", sowie in Soko-Serien, in der Serie "Josephine Klick - allein unter Cops" und bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten". Im Herbst kommt mit dem Weltkriegsdrama "Tränen der Sextner Dolomiten" der erste Kinofilm heraus, in dem er die Hauptrolle spielt.

Bewerben können sich junge Leute in der Starter-Schauspielschule bis September. In jedem Oktober beginnt die zweijährige Ausbildung, für die auch BAföG beantragt werden kann. Neben der Vollzeitausbildung gibt es noch eine offene Schauspielklasse für Laien, die sich jeden Donnerstag von 19 bis 21 Uhr trifft. Ab Herbst wird es auch ein Schauspielangebot für Kinder ab acht Jahre geben.

Alle Informationen zur Starter Schauspielschule finden sich auf www.starter-schauspielschule.de.

Bernd Wähner / BW
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