Vorplatz der Urania wird bis zum Sommer neu gestaltet

Baustadtrat Daniel Krüger zeigt auf einen Aluminiumbronzestreifen im Gussasphalt. Im Hintergrund die Vorsitzende des Bildungsvereins, Jutta Semler. (Foto: KEN)

Schöneberg. Seit fünf Jahren wartet die Urania Berlin auf einen angemessenen, repräsentativen Vorplatz vor dem Haupteingang. Die Arbeiten laufen. In diesem Sommer soll der Platz weitgehend fertig sein.

"Den ersten Brief an das Bezirksamt haben wir 2009 geschrieben", sagt Jutta Semler, Vorstandsvorsitzende des traditionsreichen Bildungsvereins. Es dauerte dann zwei Jahre, bis ein Landschaftsarchitekten-Wettbewerb ausgeschrieben wurde. Im März 2012 fällte eine Jury ihre Entscheidung. Der Siegerentwurf des Büros "a24" wird nun seit November in leicht abgewandelter Form umgesetzt. Ein erstes Teilstück präsentierte Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) am 11. April der Öffentlichkeit.

Auf der Fläche an der Ecke Kleiststraße, An der Urania wird Gussasphalt aufgebracht, ein Gemisch aus feinen und groben Gesteinskörnern und Bitumen. Darin in drei unterschiedlichen Breiten eingelassen sind Aluminiumbronze-Streifen, die die gesamte Fläche durchkreuzen. Sie symbolisieren die Planetenbahnen oder die Orbits eines Atomkerns. Der Platz wird zudem mit Sitzmöbeln und 45 Fahrradbügeln bestückt.

Der tiefschwarze Belag, der laut Entwurf den schwarzen Terrazzoboden im Foyer fortsetzt, sorgte allerdings im Vorfeld für Gesprächsstoff in der Bezirksverordnetenversammlung. Kritisiert wurde das Verschwinden der beiden dreieckigen Rasenstücke. "Sie waren nicht schön", sagt Daniel Krüger über das verwilderte Grün, das vornehmlich als Hundeklo diente. Die Besucher der Urania hielten sich nicht nur im Gebäude sondern auch davor auf, so der Baustadtrat, um sich zu treffen, "zu stehen und zu klönen".

Am Ende wird der neue Stadtplatz zwischen 500 000 und einer Million Euro kosten. Auf eine exakte Summe wollte sich Baustadtrat Krüger nicht festlegen. "Die Ausschreibungen laufen noch." Aus dem Stadtsäckel kommt das Geld freilich nicht. "Wir haben keine Mittel, außer der Reihe solche Projekte zu stemmen, sagt Daniel Krüger. Tempelhof-Schöneberg konnte auf das Berliner Plätzeprogramm zurückgreifen. Daraus wird auch der Umbau des Breslauer und des John-F.-Kennedy-Platzes finanziert.


Karen Noetzel / KEN
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