Lebenslang für Mord: Tunesier erstach schwangere Ex-Freundin

Schöneberg. Das Landgericht hat einen abgelehnten tunesischen Asylbewerber des heimtückischen Mordes und des Schwangerschaftsabbruchs schuldig gesprochen.

Der 29-jährige Mann wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Ob seine Anwälte dagegen in Berufung gehen, ist noch offen.

Merwan B. hatte im Sommer des vergangenen Jahres seine damals 35 Jahre alte schwangere Ex-Freundin Julia B. in ihrer Wohnung in der Gustav-Müller-Straße mit mehreren Messerstichen getötet. Das ungeborene Kind starb im Mutterleib.

„Das Tatbild offenbart einen absoluten Vernichtungswillen“, so der Vorsitzende des Schwurgerichts, Ralph Ehestädt, bei der Urteilsbegründung. Ein einziges Tatmotiv sah das Gericht nicht.

Die Gymnasiallehrerin und der Tunesier hatten sich Anfang 2016 kennengelernt. Bald tauchten ernste Beziehungsprobleme auf. Die Verbindung brach auseinander, als die junge Frau schwanger wurde. Merwan B. wollte das Kind nicht. Er trank viel Alkohol. Als er merkte, dass die Vaterschaft sich womöglich günstig auf sein Asylverfahren auswirkt, wollte er zu seiner Ex-Freundin zurückkehren. Sie aber wollte von ihm nichts mehr wissen.

Am 10. Juni 2016 lauerte Merwan B. seiner früheren Geliebten vor deren Wohnung auf. Als Julia B. die Wohnungstür öffnete, um zur Arbeit zu gehen, drängte Merwan B. sie in die Wohnung zurück und stach zu. KEN
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