Über uns Männer und Frauen

Über uns Männer und Frauen !

Neulich Abend war nichts im Fernsehen, und ich fühlte so ein Gefühl in mir wie Wissensdurst – das ist die flüssige Form vom Bildungshunger - und da habe ich gedacht heute mach ich mir auch kein Abendbrot, heute mache ich mit Gedanken, und zwar:
Über uns Männer und die Frauen!

Erst wollte ich ja einen alten Spruch befolgen: Wenn Du die Welt verändern willst, dann fang am besten mit dem Menschen an, der Dir morgens aus dem Spiegel entgegen strahlt! Aber das hatte ich ja schon gestern gemacht. Ich hatte es aber bald abgebrochen, als ich nämlich nur soweit gekommen war, dass ich mich über das ganze moderne Getue bei Weihnachten gewundert habe. Es kommt doch sehr, sehr oft vor, dass auch gerade bei uns ein Mann geboren wird, der sich dann wie Gott fühlt und auch so benimmt. Auch ich gehöre wohl zu diesen, denn ich habe inzwischen erkannt, ich mache keine Fehler, ich lerne nur immer Neues dazu!
Frauen dagegen haben es viel schwerer; wir Männer erwarten, dass sie denken können wie wir Männer, aussehen wie hübsche Mädchen, sich benehmen wie eine Dame und manchmal im Haushalt schuften wie ein Pferd.
Trotz aller Gegensätze (oder vielleicht gerade wegen?) verlieben sich Männer und Frauen immer wieder ineinander. So ein Start in ein gemeinsames Miteinander ist wie eine Schacheröffnung: Die ganze folgende Partie ist vollkommen offen!
Manchmal war ich noch unsicher, ob ich schon verliebt war oder nicht. Dann habe ich mein Herz gefragt: Bin ich oder bin ich nicht. Und manchmal hat mein Verstand geantwortet, und zwar so laut, dass ich mein Herz schon gar nicht mehr gehört hatte. Aber wenn ich dann gemerkt hatte, dass ich mit Deinem Lächeln zusammen von einem Sonnenstrahl zu einer weißen Federwolke geflogen war, da war mir auch ohne Worte klar, was gerade geschah.
Eine Frau hatte alleine durch ihr Dasein mich wieder einmal zum Mann gemacht.

Bitte beachte auch, wir müssen „Wunder“ geschehen lassen, damit sie passieren können.
Manchmal gibt es ein „Wunder der Heilung“. Aber bei der „Verliebtheit“ ist es umgekehrt. Gerade der „krankhafte“ Zustand ist das „Wunder“, das Wunderbare.
Da ist es auch klar, dass es für eine so gute Beziehung wichtig ist, dass man sich mindestens hundertmal verliebt, aber immer in dieselbe Frau. Richtige Liebe fängt dann dort an, wo keinerlei Gegenleistungen mehr vom Partner erwartet werden. Und es gibt auch ein sicheres Zeichen, ob die Verliebtheit sich schon zur Liebe entwickelt hat. Dann nämlich, wenn mir die Treue plötzlich Spaß macht. Dann bin ich endlich der Meinung, dass mein Käfig Gitterstäbe aus Glück hätte.
Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es nur Vergangenheit und Zukunft. Aus der Sicht eines Verliebten gibt es nur die Gegenwart... Verliebte sind immer ein bisschen verrückt. Das Paradoxe ist, dass sie es wissen und nichts dagegen unternehmen wollen.




Auf der Höhe der Verliebtheit droht die Grenze zwischen Ich und Objekt zu verschwimmen. Allen Zeugnissen der Sinne entgegen, behauptet der Verliebte, dass „Ich“ und „Du“ eines seien, und ist bereit, sich, als ob es so wäre, zu benehmen. (Das wusste schon unser lieber Freund: Sigmund Freud). Dann ist es soweit, dass die beiden Grenzen von „Ich“ und „Du“ sich einen neuen Mittelpunkt gesucht haben im gemeinsamen „Wir“!

Als Jurist weiß ich, dass unser Gesetz den Frauen nicht genug Macht eingeräumt hat. Aber als Mann weiß ich auch, dass die Natur da schon einen guten Ausgleich geschaffen hat.
Wenn eine Frau einen Mann mit ganz gewissen Augen anschaut, dann weiß der als Betroffener meist nicht, ob er „Jäger“ oder „Beute“ ist. Frauen haben nämlich so „ein gewisses Etwas“, das bei einem Mann „etwas Ungewisses“ hervorruft.
Und wenn ein Junggeselle noch nicht weiß, ob er eine Beziehung noch vertiefen will oder doch nicht, dann darf er seiner Angebeteten nicht zu lange „den Hof machen“, denn sonst muss er plötzlich für sie den Hof fegen. Und er erfährt: „Was Hänsel nicht lernt, wird Gretel ihm schon noch beibringen!“
Andrerseits gibt es auch Frauen, die wissen gar nicht genau, was sie wollen. Aber sie sind fest entschlossen es zu bekommen. Und Frauen haben es auch mit der Pünktlichkeit schwer. Wenn sie dann mal absolut pünktlich zu einer Verabredung kommen, haben sie sich dafür im Datum geirrt. Es könnte sogar soweit kommen, dass das „Jüngste Gericht“ deswegen verschoben werden muss. Wegen dieser Schwierigkeiten mit der Zeit leben die Frauen auch durchschnittlich fünf Jahre länger als wir Männer.
Einen Unterschied gibt es noch. Wir Männer können uns gut über ein bestimmtes Thema unterhalten. Frauen können das auch stundenlang, aber sie brauchen dazu meist gar kein Thema. Sie behaupten dann aber, dass diese Tätigkeit Gesichtsfalten nicht so schnell erscheinen lasse.
Ach und dann gibt es noch ein großes Thema bei Mann und Frau. Komplimente, das sind Worte der Liebe, die jede Frau viel schneller hören kann als sie ein Mann aussprechen kann. Ein Kompliment das ist Dichtung beruhend auf Wahrheit. Und wenn das wirklich vom Herzen kommt, dann wird jede Frau sich bedanken, dass der Mann die Dichtung so toll gestaltet hat. Überhaupt ist für uns Männer klar, wer einer Frau nicht deutlich sagt, dass sie in seinem Leben die Hauptrolle spielt, der wird selbst bei ihr über eine Nebenrolle auch nicht hinauskommen.
Und ganz klar braucht ein Mann dazu etwas Fantasie. Wenn er im Freundeskreis auch nicht einschreitet, wenn seine Freundin als durchaus fett bezeichnet wird, darf er zu ihr nur sagen, dass sie „immer gut zu sehen“ sei. Denn jede Frau ist auf ihre eigene Art schön. Aber es ist nicht ihre Figur, nicht die Art, wie sie geht, wie sie sich anzieht oder auch benimmt. Jede Frau hat ihre eigene individuelle Schönheit Und es gibt nur eines, um diese individuelle Schönheit einer Frau zu erkennen Du musst Dich über ihre Augen in das Tor zu ihrem Herzen fallen lassen. Und dort, nur dort wohnt das, was Du an ihr lieben kannst: Ihre ureigene Herzens-Schönheit.
Und ein kluger Mann hat längst erkannt, dass er seine Frau nicht für das liebt, was sie ist, sondern für das, was er ist, wenn er mit ihr zusammen ist.
Don
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