Sozialstadtrat bedankte sich bei Helfern für ihr ehrenamtliches Engagement

Bärbel Partsch und weitere Engagierte wurden von Sozialstadtrat Frank Bewig (CDU, Mitte) und Casa-Geschäftsführer Volker Karstens-Mackowiak für ihr Engagement geehrt. (Foto: Uhde)

Spandau. Die vom Verein "Sozial-kulturelle Netzwerke casa" betreuten Ehrenamtlichen stellen ihre Zeit der Gesellschaft unentgeltlich zur Verfügung und erwarten dafür keinen Dank. Den allerdings hielten Sozialstadtrat Frank Bewig (CDU) und Casa-Geschäftsführer Volker Karstens-Mackowiak für unbedingt notwendig und luden daher 20 ehrenamtliche Helfer am 5. März in das Büro des Stadtrats ein um sich bei ihnen für ihre unermüdliche Tätigkeit zu bedanken.

"In einer Zeit, wo viele zunehmend an sich selbst denken und dabei ihre Nachbarschaft vergessen, engagieren sie sich für ihre Mitbürger, geben ihr Wissen weiter und stellen ihnen ihre Erfahrungen zur Verfügung", lobte Bewig das Engagement der Ehrenamtlichen. Dafür wolle er sich nun mit dem Treffen bei Kaffee und Kuchen bedanken. Die Einladung wollte Casa-Geschäftsführer Karstens-Mackowiak als "eine besondere Wertschätzung für die Arbeit" verstanden wissen. Leider gebe es immer weniger Ehrenamtliche, die dazu bereit seien, dafür zeige deren Arbeit aber "eine immer bessere Qualität".

Wie alle eingeladenen Ehrenamtlichen erhielt Bärbel Partsch (68) von Bewig und Karstens-Mackowiak als Anerkennung für ihre Arbeit eine Urkunde und einen Blumenstrauß. Frau Partsch arbeitet seit rund vier Jahren intensiv gleich in mehreren Projekten. So betreut sie das "Café Komplett" an der Wattstraße 13 und leitet Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige im Treffpunkt "Mauerritze" und bei der Diakoniestation an der Marktstraße.

Andere Ehrenamtliche, unter ihnen auch drei Männer, arbeiten als Demenzlotsen, in der Nachbarschaftshilfe, beim Begleit- und Besuchsdienst, in der Hausaufgabenhilfe, betreuen Treffpunkte für verschiedene Gruppen oder helfen in der Kleiderkammer des Flüchtlingsheims am Rohrdamm. Sie kommen nicht nur aus Spandau sondern auch aus Nachbarbezirken, sie zogen aus Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Polen und Spanien in die Havelstadt und engagieren sich nun hier für ihre Mitmenschen.

"Ich habe damit etwas gefunden, was ich der Gesellschaft zurückgeben kann", begründete etwa eine Ehrenamtliche ihre Tätigkeit. Andere nutzen die Zeit, die ihnen neben einer Teilzeit-Beschäftigung bleibt oder auch den Ruhestand nach dem Beruf. Zum Ehrenamt kamen sie etwa durch Erfahrungen mit Demenzerkrankten in der eigenen Familie. Gut die Hälfte der Eingeladenen wurde durch Artikel im Spandauer Volksblatt auf die Möglichkeit aufmerksam, sich ehrenamtlich in der Havelstadt für die Gesellschaft zu engagieren.


Michael Uhde / Ud
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