Spender soll Zahl der Hundehaufen vor Kita verringern

Barbara Müter-Zwisele, Gabriele Fliegel, Sabine Müller-Atzerodt, Petra Richter, Rainer Menke, Stadtrat Stephan Machulik (v.l.) und Kita-Kinder. (Foto: Uhde)

Spandau. An der Kita "Schatztruhe", Heidereuterstraße 31, gibt es seit Kurzem einen Tütenspender. In den gelben Beutelchen können Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entsorgen. Beschwerden eines Vaters über ein Häufchen-Problem vor der Tür der Kita brachte die Aktion in Gang.

Als Gabriele Fliegel, Vorsitzende der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau, von dem Problem erfuhr, kam die Idee: Wir wollten gemeinsam etwas gegen die vielen Hundehaufen auf der Straße vor der Kita unternehmen", sagt sie. Ein Anruf beim Ordnungsamt führte zwar dazu, dass dessen Mitarbeiter öfter Hundehalter kontrollierten. "Aber wir müssen den Hundebesitzern auch die Möglichkeit bieten, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere vorschriftsmäßig zu entsorgen", so der für das Ordnungsamt zuständige Stadtrat Stephan Machulik (SPD). Das brachte Petra Richter, Geschäftsführerin des Wirtschaftshofs, auf die Idee, Kontakt mit den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR) aufzunehmen. Dort verwies man sie auf das Berliner Projektbüro "Stadt & Hund".

"Wir stellen Tütenspender zur Verfügung, die etwa an privaten Zäunen angebracht werden können", beschreibt dessen Mitarbeiter Rainer Menke das Angebot der gemeinnützigen Gesellschaft. Für die verkaufe "Stadt & Hund" dann die Tüten. In deren Preis von 20 Euro pro 1000 Stück sei auch gleich die Miete für den Tütenspender enthalten.

Gabriele Fliegel und "Havel-Kids"-Geschäftsführerin Barbara Müter-Zwisele, die in Kooperation mit dem Wirtschaftshof die Kita betreiben, wurden schnell einig, sich die Kosten von maximal 400 Euro pro Jahr zu teilen. Und auch die BSR reagierte sehr spontan. Kurzfristig installierte sie einen Müllbehälter näher an der Kita, sodass gebrauchte Tüten seit dem 9. April schnell entsorgt werden können. Kitaleiterin Sabine Müller-Atzerodt will mit Kindern der "Schatztruhe" dafür sorgen, dass der blaue Spender immer nachgefüllt wird.

"Wir werden dieses Projekt zunächst ein Jahr lang unterstützen und hoffen, dass danach Eltern der Kita sich die Kosten teilen", sagt Fliegel. Klappe dies, wolle der Wirtschaftshof an anderen Stellen derartige Projekte durch Zuschüsse anstoßen. "Für täglich 55 Tüten im Spender reichen rund 400 Euro pro Jahr", sagt Rainer Menke von "Stadt & Hund". Das trage immens dazu bei, dass Problem des Hundekots in Berlin zu mindern.

Weitere Infos zum Projektbüro "Stadt & Hund" gibt es auf www.stadtundhund.de.

Michael Uhde / Ud
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