Fünf weitere Flüchtlingsunterkünfte

Steglitz-Zehlendorf. Nach der aktualisierten Liste der Senatsverwaltung entstehen im Bezirk insgesamt fünf Containerheime und Modulare Flüchtlingsunterkünfte (MUF).

Drei MUFs sollen in der Leonorenstraße 17, 33 und 33A, in der Bäkestraße 3 sowie in der Potsdamer Chaussee am Standort des ehemaligen Stauraums Dreilinden entstehen. In der Leonorenstraße werden die MUFs in Nachbarschaft zum Vivantes-Seniorenheim „Haus Leonore“ und der Wohnstätte für psychisch Kranke errichtet. „Wahrscheinlich werden die leerstehenden Gebäude auf dem Gelände abgerissen“, vermutet Kopp. Genaueres könne er nicht sagen, da der Bezirk nicht Genehmigungsbehörde sei.

An der Potsdamer Straße ist das „Sondergebiet für Angehörige mobiler Völker“ als MUF-Standort geplant. Die hier vornehmlich in den Sommermonaten lebenden Sinti und Roma werden auch zukünftig hier wohnen können.

Auf dem Gelände Bäkestraße 3 in Lichterfelde baut die Degewo. „Der Degewo ist es wichtig, dass die Bauten auf lange Sicht nutzbar sind und ohne großen Aufwand umfunktioniert werden können“, sagt Degewo-Sprecher Lutz Ackermann. Das gilt auch für die anderen Standorte. MUFs sollen mindestens 50 Jahre stehen bleiben. „Wenn die Bauten nicht mehr für die Flüchtlinge benötigt werden, können sie für Studenten oder als preiswerter Wohnraum zur Verfügung stehen“, erklärt Kopp.

Die Containerdörfer sollen nur für rund drei Jahre für Flüchtlinge genutzt werden. Sie entstehen auf dem Gelände des Bundesarchivs in der Finckensteinallee 63, wo der Bund einen Teil des großen Grundstücks zur Verfügung gestellt hat. Der zweite Containerstandort ist am Ostpreußendamm geplant. Die genaue Adresse soll zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden.

Jede der Unterkünfte ist für maximal 500 Menschen ausgelegt. Sie sollen die Notunterkünfte in den Turnhallen ersetzen. Bis zur Fertigstellung im Sommer will man auch mit den Anwohnern ins Gespräch kommen. „Vor allem auch um Vorbehalte auszuräumen“, sagt Kopp. Viele Bürger fürchten eine Zunahme der Kriminalität in ihrem Wohngebiet. Doch dafür gebe es keine Anzeichen. KM
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